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Magazin up date 03/2020

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Sommer – Sonne – Sonnenschein

 

Für viele sind der Sommer, die Sonne und der Sonnenschein der Inbegriff von Urlaub und Erholung. In den vergangenen Jahren war es wie selbstverständlich, uns ins Auto zu setzen oder in den Flieger zu steigen um an unser Urlaubsziel zu gelangen. Die Ländergrenzen waren offen für Abenteuer, Neuentdeckungen, Familienbesuche, Bekanntschaften oder einfach nur Erholung. Die Seele baumeln lassen und dem Alltag entfliehen, das war die Devise. Dieses Jahr ist alles anderes, von heute auf morgen steht der jährliche Urlaub auf der Kippe. Was tun in so einer verrückten Zeit, wenn alles plötzlich still steht? Man verfolgt die Nachrichten, wägt ab und entscheidet sich dann doch für das eigene Land, Erholung oder Abenteuer kann man schließlich auch bei uns erleben – zum Beispiel am schönen Bodensee.

 

Der Bodensee besteht aus drei Teilen, dem Untersee, dem Obersee und dem Überlinger See. Es gibt drei Anrainerstaaten, die sich den See teilen: Deutschland, die Schweiz und Österreich. Die Ostschweiz grenzt ans südliche Ufer, westlich und nördlich liegen die deutschen Teile Hegau, Oberschwaben und das Allgäu, Vorarlberg ist österreichisch und liegt am östlichen Ufer. Die Vielfalt dieser Region übt einen großen Reiz aus, die Freizeitmöglichkeiten locken jedes Jahr viele Touristen an den See. Vor allem für Wassersportfans gibt es ein großes Angebot. Wer lieber wandern oder klettern möchte, dem bieten sich sowohl der Hegau wie auch das Alpenvorland an. Besichtigungen der Inseln Mainau und Reichenau sind beliebte Ausflugsziele.

 

Nutzen Sie doch einmal die Gelegenheit, zu uns an den Bodensee zu kommen: Die Bodensee Abrechnungstage vom 13.11.2020 bis zum 14.11.2020 wären dafür eine passende Gelegenheit! Die verschiedenen Workshops zu GOÄ und EBM finden im exklusiven Hotel Ganter auf der Insel Reichenau statt. Besuchen Sie unsere Homepage, dort finden Sie alle weiteren Informationen.

 

Der Bodensee ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Gerade die vielen historischen Städte um den See wie Konstanz, Meersburg, Überlingen, Lindau, Schaffhausen, Bregenz und nicht zu vergessen unser schönes, gemütliches Radolfzell laden zum Sightseeing, Bummeln und Verweilen ein.

 

Wer weiß, vielleicht dürfen wir Sie im November tatsächlich auf der Insel Reichenau begrüßen, es würde uns freuen. Bis dahin wünschen wir Ihnen weiterhin alles Gute und bleiben Sie gesund.

 

Manfred Reiss
Geschäftsführer
Michael Reiss
Geschäftsführer

 


Aus dem Inhalt

 


Regelversorgung, gleichartig oder andersartig?
Teil 1: Teleskopierende Prothesen im Lückengebiss und/oder bei Freiendsituationen

 

Für Versicherte der GKV stehen bei mehr als vier fehlenden Zähnen oder bei einer Freiendsituation mehrere Varianten einer Zahnersatzversorgung zur Verfügung, z. B. eine Teleskop-Prothese. Bei dieser Versorgungsform handelt es sich um einen bedingt herausnehmbaren, kombinierten Teil-Zahnersatz, bestehend aus im Mund fest verankerten Primärkronen und einer herausnehmbaren Teil-Prothese mit Sekundärkronen.

 

In diesem Zusammenhang ist die Berücksichtigung der Zahnersatz-Richtlinie Nr. 35 besonders wichtig, weil Kombinationsversorgungen nur dann angezeigt sind, wenn gegenüber anderen Zahnersatzformen eine statisch und funktionell günstigere Belastung der Restzähne und eine günstige Retention erreicht werden kann. Dabei muss der Zahnarzt auch die parodontale Ausgangssituation kritisch bewerten.

 

 

Einstufung im Festzuschuss-System und die Befundklassen
Im Festzuschuss-System unterscheidet man teleskopierende Prothesen bei verkürzter und/oder unterbrochener Zahnreihe mit Teleskopkronen auf den Eckzähnen oder den ersten Prämolaren (Befund-Nr. 3.2) bzw. Teleskopkronen bei einem Restzahnbestand von bis zu 3 Zähnen (Befund-Gruppe 4). Bei Befund-Nr. 3.2 muss die Notwendigkeit einer dentalen Verankerung mit Teleskopkronen auf Eckzähnen oder den ersten Prämolaren gegeben sein. Der Befund 3.2 ist ein zusätzlicher Befund zu 3.1.

 

 

Wichtig! Vereinbarung nach § 87 Absatz 1a SGB V – Anlage 2 zum Bundesmantelvertrag (BMV-Z)
Ergänzend zu den Befundklassen existiert eine wichtige Vereinbarung, die u. a. die Einstufung der Therapie als gleichartige oder andersartige Versorgung regelt. Leider ist diese Vereinbarung nicht allen Zahnarztpraxen bekannt. Anhand von drei Fallbeispielen sollen die Auswirkungen dieser Vereinbarung nachfolgend verdeutlicht werden.

 

Beispiel 1: Zusätzliche Verbindungselemente
„Zusätzliche Verbindungselemente an Kombinationszahnersatz (Teleskopkrone, Konuskrone, Geschiebe, Anker, Riegel, Steg u. Ä.) gelten als gleichartige Versorgung, wenn die jeweilige Befundsituation eine Regelversorgung mit Teleskopkronen vorsieht (Befunde 3.2 a bis 3.2 c). Die Abrechnung dieser zusätzlichen Verbindungselemente und der das Verbindungselement tragenden Kronen erfolgt entsprechend § 55 Absatz 4 i. V. m. § 87 Absatz 1a Satz 1 SGB V nach Maßgabe der GOZ; die übrigen Konstruktionselemente des Kombinationszahnersatzes werden als Regelversorgungsleistungen nach BEMA abgerechnet.“

 

Das bedeutet: Wenn nach dem vorliegenden Befund Teleskopkronen als Regelversorgung geplant werden können (Zähne 13, 23), sind zusätzliche Teleskopkronen (Zähne 12 – 22) als gleichartige Versorgung einzustufen, auch wenn diese keinen Befund (z. B. ww) aufweisen. Entscheidend ist, dass bereits die Regelversorgung einen Kombinations-Zahnersatz vorsieht.

 

 

Die zusätzlichen Teleskopkronen auf den Zähnen 12 – 22 müssen hier als gleichartige Versorgung (GAV) eingestuft und nach der GOZ berechnet werden. Die Teleskopkronen auf den Zähnen 13 und 23 und die Modellgussprothese werden als Regelversorgung (RV) betrachtet und nach dem Bema abgerechnet.

 

Beispiel 2: Andersartige Versorgung
Sieht die Regelversorgung Teleskopkronen nicht vor, sondern nur eine Modellgussprothese (Befund 3.1), kann der Zahnarzt trotzdem Teleskopkronen statt Halte- und Stützelementen in der Therapie vorsehen. Dabei sind laut BMV-Z-Vereinbarung einige Besonderheiten zu beachten:

 

„Verbindungselemente (Teleskopkrone, Konuskrone, Geschiebe, Anker, Riegel, Steg u. Ä.) an herausnehmbarem Zahnersatz bei Befundsituationen (Befunde nach 3.1), die bei der Regelversorgung lediglich Halteund Stützelemente (Klammern) vorsehen, ändern die Art der Versorgung; ein herausnehmbarer Zahnersatz wird somit zum Kombinationszahnersatz. Solche Versorgungen werden als andersartige Versorgungen betrachtet und insgesamt entsprechend § 55 Absatz 5 i. V. m. § 87 Absatz 1a Satz 1 SGB V nach Maßgabe der GOZ abgerechnet. Dies gilt nicht, wenn an allen Ankerzähnen Befunde nach der Nr. 1.1 ansetzbar sind. In diesen Fällen gilt die Versorgung als gleichartig.

 

 

Werden statt Halte- und Stützelementen Teleskopkronen hergestellt, findet ein Wechsel der Versorgungsform statt. Derartige Versorgungen werden als andersartige Versorgung (AAV) betrachtet und nach Maßgabe der GOZ berechnet.

 

Beispiel 3: Gleichartige Versorgung

 

Achtung! Sind jedoch an allen Ankerzähnen (ww) ohnehin Kronen (FZ-Nr. 1.1) notwendig, Zahnarzt und Patient entscheiden sich aber für Teleskopkronen, muss diese Versorgung als gleichartige Versorgung (GAV) eingestuft werden. Eine Vielzahl weiterer Beispiele zu derartigen Versorgungen sowie hilfreiche Übersichten finden Sie auf Ihrer DAISY. Vorschau: Im up date 4/2020 erscheint zu diesem Thema der Teil 2: Teleskopierende Prothesen im reduzierten Restgebiss zu der Befundklasse 4.6 in Verbindung mit den Befundklassen 4.1 bzw. 4.3.

 

Sylvia Wuttig, B.A.
Geschäftsführende Gesellschafterin
DAISY Akademie + Verlag GmbH

 


Neuerungen in der UV-GOÄ

 

Zum 1. Januar 2020 hat es wieder umfangreiche Veränderungen in der UV-GOÄ gegeben. Damit ist die erst kürzlich neu erschienene 46. Auflage der UV-GOÄ 2019 schon wieder ergänzungs- bzw. überarbeitungswürdig. Wir empfehlen, die nachfolgend beschriebenen Änderungen in Ihren UV-GOÄ-Büchern zu ergänzen, damit Sie stets auf dem neuesten Stand bleiben, um bis zur nächsten Neuerscheinung damit arbeiten zu können.

 

Vordrucke

Neue UV-GOÄ-Nr. 116 – Vordruck F 3110 Belastungserprobung einschließlich Anlage F 3112 Arbeitsplatzbeschreibung
Die Gebühr für die neu in die UV-GOÄ aufgenommene Abrechnungsnummer beträgt 18,49 Euro.
An dieser Stelle bestand bis zum 31.12.2019 eine Regelungslücke. Die DGUV hatte bis zu der Neuregelung für die Abrechnung dieser Leistung die UV-GOÄ-Nr. 117 empfohlen.

 

Fachgruppe Chirurgie im Teil L. VI.
„Frakturbehandlung“

UV-GOÄ-Nr. 2339 – Einrichtung des gebrochenen Großzehenknochens oder von Frakturen an Grund- oder Mittelgliedknochen der Finger mit Osteosynthese
Die UV-GOÄ-Nr. 2339 ist seit dem 01. Januar auch bei der Behandlung von knöchernen Strecksehnenausrissen am Fingerendglied berechnungsfähig. Insofern wurde die Leistungslegende wie folgt ergänzt:
Einrichtung des gebrochenen Großzehenknochens oder von Frakturen an Grund- oder Mittelgliedknochen oder des knöchernen Strecksehnenausrisses am Endglied der Finger mit Osteosynthese-

 

Fachgruppe Dermatologie

UV-GOÄ-Nr. 753 – Medikamentöse Behandlung aktinischer Keratosen
In der Leistungslegende wurde der Text wie folgt geändert:
Medikamentöse Behandlung aktinischer Keratosen in einem Behandlungsareal von bis zu 100 cm2 inklusive, Aufklärung und Beratung; Erstellung eines Behandlungsplans, Rezeptur eines für die Behandlung aktinischer Keratosen zugelassenen selbstapplizierbaren Flächentherapeutikums und Dokumentation, ggf. vorbereitende Maßnahmen. Das Auftragen von Fertigarzneimitteln kann nicht abgerechnet werden.
Das Wort „inklusive“ ersetzt „in einem Behandlungsareal von bis zu 100 cm2“.

 

Fachgruppe Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie

UV-GOÄ-Nr. 800 – Eingehende neurologische Untersuchung – gegebenenfalls einschließlich der Untersuchung des Augenhintergrundes
Bei der UV-GOÄ-Nr. 800 wurden die Gebühren für die Allgemeine Heilbehandlung von bisher 15,43 Euro auf 16,61 Euro erhöht; für die Besondere Heilbehandlung gilt eine Erhöhung von bisher 19,19 Euro auf nunmehr 20,66 Euro.

 

Die Abrechnung der UV-GOÄ-Nr. 800 war bislang nur Nervenärzten, Neurologen und Neurochirurgen erlaubt. Zum 01.01.2020 dürfen auch Neuropädiater diese Leistung abrechnen.

 

UV-GOÄ-Nr. 826 – Gezielte neurologische Gleichgewichts- und Koordinationsprüfung – gegebenenfalls einschließlich kalorisch-otologischer Prüfung

 

Eine Abrechnungskombination mit der UV-GOÄ-Nr. 6 (Umfassende Untersuchung verbunden mit nach Umfang und Zeit besonderem differenzialdiagnostischen Aufwand und/oder Beteiligung mehrerer Organe einschl. Klärung oder Überprüfung des Zusammenhangs mit der Berufstätigkeit sowie der notwendigen Beratung) ist definitiv ausgeschlossen.
In diesem Zusammenhang war es bundesweit in der Vergangenheit immer wieder zu Anfragen an die Clearingstelle gekommen. Hiermit wurde nun klargestellt, dass die gezielte neurologische Gleichgewichts- und Koordinationsprüfung entweder im Rahmen einer Umfassenden Untersuchung im Sinne der UV-GOÄ-Nr. 6 mit der dafür zugrunde liegenden Gebühr abgegolten ist oder, im Falle einer eigenständigen Leistungserbringung, mit der UV-GOÄ-Nr. 826 abgerechnet werden kann.

 

Gebührenverzeichnis Psychotherapeutenverfahren der gesetzlichen Unfallversicherung

Neue Nr. P 33 – Erstellung einer biographischen Anamnese unter Einbeziehung der erhobenen Daten
Einmal im Behandlungsfall berechenbar. Gebühr: 75,00 Euro

Dieser Beschluss der ständigen Gebührenkommission nach § 52 des Vertrages Ärzte Unfallversicherungsträger steht vorbehaltlich der Zustimmung des GFK-Ausschusses Rehabilitation bei der DGUV.
In der nachfolgenden Tabelle werden die zum Teil erheblichen Gebührenerhöhungen
bei den Leistungen nach den Nummern P 23 bis P 39 aufgeführt:

 


Abrechnung der neurologischen Untersuchung: Seit 24 Jahren Unsicherheit bei der Abrechnung

 

Seit Erlass der Gebührenordnung vor 24 Jahren besteht immer noch große Unsicherheit bei der Abrechnung der neurologischen Untersuchung. Im Vergleich zu anderen körperlichen Untersuchungen in der GOÄ ist die GOÄ-Nr. 800 eine relativ hoch vergütete Leistung, die unbedingt in das Abrechnungs-Repertoire (fast) jeder Arztpraxis gehört.

 

GOÄ-Nr. 800: Eingehende neurologische Untersuchung, ggf. einschließlich der Untersuchung des Augenhintergrundes

 

Von welchen Fachgruppen darf die GOÄ-Nr. 800 überhaupt abgerechnet werden?
Abweichend vom EBM oder der UV-GOÄ darf die Leistung gem. der GOÄ-Nr. 800 bei medizinischer Notwendigkeit von allen ärztlichen Fachgruppen erbracht und abgerechnet werden.

 

Was ist der Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 800?
Diese Frage kann nicht abschließend beantwortet werden, denn weder die Leistungslegende noch die amtliche Begründung der Bundesregierung zur GOÄ gibt darüber Aufschluss. Eines aber ist sicher: In der Leistungslegende wird nicht nach einer vollständigen neurologischen Untersuchung verlangt. Dort heißt es vielmehr: „eingehende neurologische Untersuchung“, wobei die Untersuchung des Augenhintergrundes nur einen fakultativen Leistungsbestandteil bildet.

 

Vollständige neurologische Untersuchung
Eine vollständige neurologische Untersuchung, welche in der Leistungslegende jedoch nicht gefordert ist, beinhaltet die Untersuchung von:
• Hirnnerven
• Reflexe
• Vegetativum
• extrapyramidales System
• Koordination
• Motorik
• Sensibilität
• hirnversorgende Gefäße

 

Wann darf die GOÄ-Nr. 800 abgerechnet werden?
Stellt man einen Bewertungsvergleich der GOÄ-Nr. 800 (= 195 Punkte) mit der GOÄ-Nr. 5 (Symptombezogene Untersuchung = 80 Punkte) in Bezug auf die in der GOÄ den beiden Nummern zugewiesenen Punktzahlen auf, so kommt man zu dem Schluss, dass mindestens drei verschiedene neurologische Einzel-Untersuchungen erbracht werden müssen, um die GOÄ-Nr. 800 abrechnen zu dürfen, z. B. Reflexe, Motorik und Sensibilität.

 

Zur Erklärung: Jede einzelne der o. g. neurologischen Untersuchungen würde die Abrechnung einer GOÄ-Nr. 5 (Symptombezogene Untersuchung = 80 Punkte) rechtfertigen. Die GOÄ-Nr. 800 wurde vom Verordnungsgeber allerdings mit nur 195 Punkten ausgestattet. Wenn der Verordnungsgeber gewollt hätte, dass die GOÄ-Nr. 800 nur bei einer vollständigen neurologischen Untersuchung abgerechnet werden kann, so hätte nicht nur der Leistungstext anders formuliert werden müssen, sondern es hätte auch die Punktzahl deutlich höher bemessen werden müssen.

 

Fazit:
Eine absolut rechtssichere Abrechnung der GOÄ-Nr. 800 ist aufgrund des unscharf formulierten Leistungstextes nicht möglich, wobei der Bewertungsvergleich mit der Punktzahl der GOÄ-Nr. 5, der bereits vor vielen Jahren von Fachjuristen vorgenommen wurde, ein wenig Licht in den Graubereich bringen kann.

 

Wie bei allen anderen ärztlichen Leistungen ist es auch im Fall der Leistung gem. der GOÄ-Nr. 800 unabdinglich, dass anhand der ärztlichen Dokumentation in den Patientenakten einwandfrei belegt werden kann, in welchem Umfang die neurologische Untersuchung durchgeführt wurde. Formulierungen wie z. B. „neurologisch o.B.“ oder „grob neurologisch o.B.“ sind der Rechenschaftslegung nicht ausreichend dienlich. Es ist sicher empfehlenswert nicht nur die pathologischen, sondern auch die nicht-pathologischen Befunde in differenzierter Weise zu dokumentieren.

 


Gewalt in der Pflege

 

In den Medien ist das Thema „Gewalt in der Pflege“ stets präsent, allerdings haben in den dort thematisierten Fällen die Pflegenden Gewalt bis hin zu Tötungen an Patienten/Pflegebedürftigen vorgenommen. Die Gewalt, die von den Patienten an Pflegekräften ausgeübt wird, tritt dabei oft in den Hintergrund. Dabei ist dies ein genauso sensibles Thema in der Pflege, welches leider oft bagatellisiert wird.

 

Eine Studie der Berufsgenossenschaft für Gesundheit und Wohlfahrtpflege (BGW) und des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf (UKE) aus dem Jahr 2012 hat ergeben, dass in den letzten 12 Monaten 40% der Pflegenden in der ambulanten Pflege körperlicher Gewalt, 78% verbaler Gewalt und 12% sexueller Belästigung ausgesetzt waren. Pflegende in Krankenhäusern (56%) und stationären Pflegeeinrichtungen (63%) sind sogar noch häufiger von körperlicher Gewalt betroffen. Die Ursachen von Gewalt an Pflegenden liegt häufig in einer Krankheit des Pflegebedürftigen (z. B. Demenz), Nebenwirkungen von Medikamenten oder dem ungewohnten Gefühl der Abhängigkeit von Hilfe und Unterstützung anderer Menschen, was zu Frustration und Ablehnung führen kann.

 

Was ist Gewalt? Nach der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Gewalt:
„Der absichtliche Gebrauch von angedrohtem oder tatsächlichem körperlichem Zwang oder physischer Macht gegen die eigene oder eine andere Person, gegen eine Gruppe oder Gemeinschaft, der entweder konkret oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Verletzungen, Tod, psychischen Schäden, Fehlentwicklung oder Deprivation führt.“
Die Erscheinungsformen von Gewalt sind dabei vielseitig, meist tritt sie als körperliche, verbale und nonverbale Ausschreitung auf. Körperlich ist Gewalt geprägt durch Schläge, Tritte, Bisse, Bespucken, an den Haaren ziehen oder „grabschen“ als sexuellen Übergriff. Verbal und nonverbal zeigt sich Gewalt unter anderem durch Verweigerung der Kommunikation, Beleidigungen oder Drohungen. Hinzu kommt oft, dass den Pflegenden ihre Arbeit bewusst erschwert wird, indem beispielsweise absichtlich eingekotet oder Mithilfe bei der Grundpflege verweigert wird.

 

Strafrechtliche Betrachtung:
Den Pflegebedürftigen ist oft nicht bewusst, dass durch Ihre Ausschreitungen mitunter Straftaten vorliegen.
Insbesondere kommen folgende Straftaten in Betracht:
• Körperverletzung § 223 StGB
• Beleidigung § 185 StGB
• Nötigung § 240 StGB
• Sexuelle Belästigung § 184i StGB

 

Welche Situationen können gewalttätige Handlungen von Pflegebedürftigen auslösen?
Nahezu bei jeder pflegerischen Handlung können Situationen entstehen, die einen Pflegebedürftigen zu einer Gewalttat animieren. Darunter können Umgangsformen wie abfällige Äußerungen, verkindlichende Ansprache oder auch eine Unterhaltung mit einer dritten Person über den Kopf des Pflegebedürftigen hinweg fallen. Aber auch im Rahmen der Mobilität, wenn beispielsweise freiheitsentziehende Maßnahmen eingesetzt werden, der Pflegebedürftige gegen seinen Willen mobilisiert oder die Unterstützung bei der Bewegung als grob, ruckartig oder zu schnell empfunden wird, kann eine gewalttätige Handlung des Pflegebedürftigen die Folge sein. Darüber hinaus erzeugen gerade ungewollte Handlungen im Bereich der Körperpflege einen Groll bei dem Pflegebedürftigen. Dieser wehrt sich beispielsweise gegen das Schneiden der Fingernägel oder dem Rasieren des Bartes, die zu heiße oder zu kalte Wassertemperatur des Bades oder das nach seinem Empfinden unzureichende Abtrocknen. Des Weiteren sind Ursachen von Gewalt an Pflegenden in den Aspekten der Ernährung (z. B. Anwendung von Lätzchen, zu hastiges Anreichen der Nahrung), der Ausscheidung (z. B. Zwang zur Verwendung von Inkontinenzhosen) oder der Bekleidung (z. B. ungewolltes Anziehen von bestimmten Kleidungsstücken) zu finden.

 

Wie können Pflegende Gewalt vorbeugen?
Um es gar nicht erst zu gewalttätigem Verhalten der Pflegebedürftigen kommen zu lassen und die Folgen von gewalttätigem Verhalten zu mindern, ist es ratsam, sich im Vorfeld mit potentiellen Risiken und den korrekten Gegenmaßnahmen auseinanderzusetzen. Wichtig ist, dass der Arbeitgeber das Thema nicht tabuisiert, so dass ein offener Austausch stattfinden kann. Empfehlenswert ist auch, einen festen internen Ansprechpartner für Fragen zu diesem Thema zu benennen und ein Krisenund Beschwerdemanagement aufzubauen.

 

Das Verhalten von Pflegenden spielt zudem eine zentrale Rolle, damit die Situation gar nicht erst eskaliert. Das erste Mittel der Wahl der Pflegekraft in einer kritischen Situation ist dabei nicht die Flucht aus dieser Situation. Pflegende sollten zunächst dafür sorgen, das Verletzungsrisiko auf beiden Seiten so gering wie möglich zu halten. Gegenstände, die zum Schlagen oder Werfen verwendet werden könnten, sollten in ruhigen Bewegungen außer Reichweite gebracht werden. Dem angespannten Pflegebedürftigen ist mit Respekt, Aufrichtigkeit und Empathie zu begegnen.
Darüber hinaus ist eine ruhige und angemessene Sprech-Lautstärke von Bedeutung. Durch mehrmalig tief Ein- und Ausatmen können Pflegende die eigene Anspannung reduzieren und gleichzeitig versuchen den Pflegebedürftigen von der Situation abzulenken, indem die Aufmerksamkeit beispielsweise auf ein anderes Ereignis gerichtet wird. Generell sollten keine Drohungen ausgesprochen, Diskussionen, Ironie und Sarkasmus unterlassen sowie nicht auf das eigene Recht bestanden werden.

 

Was tun, wenn es dennoch zu Gewalt gekommen ist?
Auch die beste Prävention kann nicht zu 100% vor Gewaltanwendungen der Pflegebedürftigen schützen. Daher ist es wichtig, einen Umgang mit erlebter Gewalt festzulegen. Der Umgang mit Gewalt sollte offen und wertfrei gestaltet werden, keinesfalls sollte das Verhalten von Pflegebedürftigen heruntergespielt werden. Erfolgte Angriffe eines Pflegebedürftigen sind diesem gegenüber offen zu kommunizieren, sofern der Pflegebedürftige in der Lage ist, sein Verhalten bewusst zu steuern. Bei kognitiv beeinträchtigten Pflegebedürftigen kann hingegen nicht mit einer Änderung des Verhaltens gerechnet werden, da diesen Personen die Einsicht eines Fehlverhaltens fehlt.
Bei diesen Personen ist es daher besonders wichtig, gewaltauslösende Situationen vorzubeugen. Auch nach der Gewaltsituation muss im Pflegedienst das Thema offen und neutral angesprochen werden können, um zukünftigen Gefahrensituationen vorzubeugen und die betroffenen Mitarbeiter bei der Verarbeitung des Erlebten zu unterstützen.

 

Zumeist liegt der Grund für den Übergriff nicht in der Person der Pflegenden. Sie sollten den Vorfall daher nicht persönlich nehmen, sondern versuchen, rational nach den Gründen für das Verhalten des Pflegebedürftigen zu forschen. Dabei erscheint es ratsam, das eigene Verhalten auf potenzielle Auslöser für den Übergriff zu überprüfen. Sinnvoll ist es, alle kritischen oder akuten Situationen nachvollziehbar zu dokumentieren. Auch wenn kein körperlicher Schaden durch die Gewalttat entstanden ist, können trotzdem psychische Spätfolgen auftreten. Wenn mit einer Arbeitsunfähigkeit des physisch oder psychisch Verletzten zu rechnen ist, dann hat dieser einen Durchgangsarzt aufzusuchen. Eine ärztliche Konsultation ist ratsam, um unmittelbare Beratung oder Rehabilitation einleiten zu können.

 

Hat eine Pflegekraft Gewalt erfahren, ist dies bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheit und Wohlfahrtspflege (BGW) als Arbeitsunfall zu melden, wenn der Arbeitsunfall eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Kalendertagen oder den Tod von Versicherten zur Folge hat. Diese Unfallanzeige muss binnen drei Tagen nach dem Gewaltereignis erstattet werden.

 

Kann der Pflegevertrag nach einer Gewaltanwendung des Pflegebedürftigen gekündigt werden?
Das kommt immer auf den jeweiligen Einzelfall an. Grundsätzlich ist eine ordentliche Kündigung des Pflegebedürftigen immer möglich. In diesem Fall ist auf eine angemessene Kündigungsfrist zu achten, so dass der Pflegebedürftige die Möglichkeit hat, sich einen anderen Pflegedienst zu suchen und sich von diesen versorgen zu lassen. Um dies zu gewährleisten, ist es ratsam eine Frist von 4 Wochen zum Monatsende in den entsprechenden Pflegeverträgen zu vereinbaren.

 

Eine außerordentliche Kündigung ist darüber hinaus nur dann zulässig, wenn an dem Vertrag mit dem Pflegebedürftigen nicht mehr festgehalten werden kann. Das ist dann der Fall, wenn das Vertrauensverhältnis zwischen dem betreffenden Pflegebedürftigen und dem Pflegedienst nachhaltig zerstört ist, sodass dem Pflegedienst nach einer Abwägung der gegenseitigen Interessen nicht zugemutet werden kann, den Pflegebedürftigen bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist weiter zu versorgen. Ist die weitere Versorgung dem Pflegedienst nach Abwägung aller Umstände unzumutbar, dann kann dem betreffenden Pflegebedürftigen ohne Einhaltung einer Frist gekündigt werden.

 

Wichtig: Die Kündigung kann nur innerhalb von zwei Wochen erfolgen. Diese Frist beginnt zu laufen, sobald von den Tatsachen, die die Kündigung begründen, Kenntnis erlangt wurde.

 

Für alle Kündigungen des Pflegevertrages gilt:
Eine Kündigung hat immer schriftlich zu erfolgen. Ein Telefax oder eine E-Mail reichen nicht aus. Hinzukommt, dass die Kündigungserklärung dem Pflegebedürftigen zugehen muss. Es ist daher ratsam, sich davon zu überzeugen, dass der Klient die Kündigung erhält. Dies kann dadurch geschehen, dass die Kündigung unter Zeugen persönlich übergeben wird oder dass die Kündigung per Einschreiben mit Rückschein versandt wird. Achtung: Lediglich der Pflegedienst ist bei der ordentlichen Kündigung des Pflegevertrages an eine Frist gebunden. Der Pflegebedürftige kann jederzeit nach § 120 Abs. 2 Satz 2 SGB XI ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist den Vertrag mit dem Pflegedienst kündigen.

 

Vertiefende Informationen zum Thema finden Sie unter: http://www.pflege-gewalt.de/index.html

 

Dr. Christian Schieder
Arbeitgeber- und BerufsVerband Privater Pflege e.V. Hannover

 


Zwangslistung in Bewertungsportalen im Internet – No way out?

 

1. Ausgangsbasis
Ein häufiges Ärgernis für Behandler ist die einwilligungslose „Zwangslistung“ auf Bewertungsportalen im Internet, insbesondere wenn diese aufgrund der konkreten Gestaltung zugunsten ihrer zahlenden „Premiumkunden“ lenkend in den Wettbewerb eingreifen. Arztbewertungsportale erfüllen dabei nach höchstrichterlicher Rechtsprechung zwar grundsätzlich eine von der Rechtsordnung gebilligte und gesellschaftlich erwünschte Funktion (BGH, Urt. v. 23.9.2014 – VI ZR 358/13). Dies gilt jedoch nur, solange der Portalbetreiber seine Stellung als „neutraler Informationsmittler“ nicht verlässt, was insbesondere dann der Fall ist, wenn er eigenen Kunden in Gewinnerzielungsabsicht „verdeckte Vorteile“ verschafft (BGH, Urt. v. 20.2.2018 – VI ZR 30/17, GesR 2018, 394). Dann überwiegen die Interessen des betroffenen Arztes, der durch die zwangsweise Aufnahme in ein Arztbewertungsportal nicht nur unerheblich belastet ist (vgl. (BGH, Urt. v. 23.9.2014 – VI ZR 358/13), so dass die einwilligungslose Speicherung und Verarbeitung seiner personenbezogenen Daten in einem solchen Fall unzulässig ist und der Betroffene Unterlassung verlangen kann.

 

2. Entscheidungen des OLG Köln
Das OLG Köln hatte sich kürzlich in zwei Entscheidungen (Urteile vom 14.11.2019, Az.: 15 U 89/19 und 15 U 126/19) ausführlich mit der unfreiwilligen Zwangslistung von Ärzten/Zahnärzten beim Online-Bewertungsportal Jameda (www.jameda.de) zu befassen.
Das OLG beanstandete in den genannten Entscheidungen, dass auf den Profilen der sogenannten „Basiskunden“ (die auch ohne Einwilligung der Betroffenen eingerichtet werden) auf eine Liste mit „weiteren“ Ärzten verwiesen wurde, während auf den Profilen der „Premium- oder Platinkunden“, die Zahlungen an das Portal leisten, ein solcher Hinweis fehlte, wodurch auf diesen Profilen der Eindruck entstehen konnte, dass diese keine Konkurrenz hätten. Für unzulässig gehalten hat das OLG Köln weiter, dass zwischen den Profilen zahlender „Premium- oder Platinkunden“ gegenüber nicht zahlender „Basiskunden“ ein erhebliches optisches Gefälle bestand. Im entschiedenen Fall waren zahlende Kunden in Auflistungen mit Bild dargestellt worden und ihre Profile enthielten Verweise auf Fachartikel, während bei den nicht zahlenden „Basiskunden“ nur ein grauer Schattenriss in der Auflistung zu sehen war und die Profile auch keine Verweise auf Fachartikel enthielten. Auch den Umstand, dass auf dem Basis-Profil mittels optischer Hervorhebung unter der Rubrik „Passende Behandlungsgebiete und Lexikon-Inhalte“ ein Verweis auf „Ärzte mit speziellen Behandlungsgebieten“ aufgeführt wurde, der bei zahlenden „Premium- oder Platinkunden“ nicht erfolge, hielt das OLG für unzulässig, da hierdurch beim Nutzer der Eindruck entstehen könnte, dass der als nicht zahlender „Basiskunde“ gelistete Behandler möglicherweise nicht ausreichend qualifiziert sei, weil auf seinem Profil auf andere Behandler für das „spezielle“ medizinische Fachgebiet verwiesen werde, wohingegen bei zahlenden Premium- oder Platinkunden ein solcher Verweis unterbleibe.

 

Das OLG Köln war dabei der Auffassung, dass nicht schon jede (insbesondere offenkundige) Besserstellung zahlender Kunden gegenüber Nichtzahlern zu einer Unzulässigkeit insbesondere einer einwilligungslosen Datenverarbeitung und „Zwangslistung“ im Bewertungsportal führt. Vielmehr müsse durch einen „verdeckten“ Vorteil beim Nutzer eine Fehlvorstellung erweckt werden. Demgegenüber hat das LG Wuppertal mit Urteil vom 29.3.2019, Az.: 17 O 178/18, auch eine offene Ungleichbehandlung von zahlenden „Premium- und Platinkunden“ gegenüber (insbesondere ohne Einwilligung zwangsgelisteten) nichtzahlenden Basiskunden beanstandet, da ein solches Portal hierdurch aktiv in den Wettbewerb eingreife und damit die Rolle als „neutrale“ Informationsmittlerin verlasse.

 

3. Ausblick
Das OLG Köln hat die Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen. Bleibt zu hoffen, dass der BGH klarstellen wird, dass ein Bewertungsportal, welches seinen zahlenden Kunden (auch lediglich offenkundige) Wettbewerbsvorteile gegenüber nicht zahlenden, insbesondere ohne deren Einwilligung als „Basiskunden“ zwangsgelisteten Ärzten verschafft, keine von der Rechtsordnung gebilligte und gesellschaftlich erwünschte Funktion erfüllt, so dass die Zwangslistung ohne Einwilligung des Betroffenen in solchen Fällen unzulässig ist.
Stellen Sie fest, dass Sie auf einem Bewertungsportal unangemessen ungleich behandelt werden, so können Sie im Wege der Unterlassungsklage gegen den entsprechenden Portalbetreiber vorgehen.

 

Oliver Graf
Rechtsanwälte Semsi | Graf | Buchmüller-Reiss
Partnerschaftsgesellschaft mbB

 


Gesundheitscheck auch für uns: Die Ergebnisse der Kundenumfrage

 

„Die meisten Dinge, die wir lernen, lernen wir von den Kunden“. (Charles Lazarus)

 

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer unserer Kundenumfrage 2020
Wenn man vor allem in schwierigen Zeiten erfolgreich bleiben möchte, muss man wissen was der Kunde möchte, welche Bedürfnisse er hat, wo genau und aktuell sein Bedarf liegt und ob er mit dem, was man ihm bietet, auch vollumfänglich zufrieden ist. Aus diesem Grund führen wir jedes zweite Jahr eine Kundenbefragung durch und freuen uns über Ihr reges Feedback.

 

Eine Umfrage verzeiht nichts, sofern man sie vorbehaltlos auswertet und bereit ist, nötige Veränderungen vorzunehmen.
Dank moderner Unternehmensstrukturen, kurzer Entscheidungswege und schneller Reaktionszeiten blicken wir trotz der aktuell herausfordernden Lage in eine zuversichtliche Zukunft. Die Umfrageergebnisse fielen in Gänze wiederum sehr gut aus: Das zeigt uns, dass Sie uns schätzen, zufrieden sind und wir viel unternehmen, dass dies auch so bleibt. Viele unserer Kunden sind seit der ersten Stunde bei uns und uns seit vielen Jahren treu. Die aktuelle Umfrage wurde daher auch zahlreicher von Ihnen wahrgenommen als in den Vorjahren: 476 Verantwortliche für Praxen, Klinken und Pflegediensten haben sich für uns die Zeit genommen, zu antworten.

 

Die wichtigsten Ergebnisse
Die Gesamtzufriedenheit konnte sich auf dem bisherigen, sehr hohen Niveau halten. In der Gesamtnote sind 97 % unserer Kunden mit uns „äußerst“ und „sehr zufrieden“, knapp 3 % „eher zufrieden“. Mit anderen Worten, insgesamt gibt es bis auf eine Stimme von knapp 500 keine Unzufriedenheit. Weiterhin ist die Bewertung der Gebietsleiter im Vergleich zu den Vorjahren weiter gestiegen. Dies ist ein großes Kompliment an uns, für das wir uns herzlich bei Ihnen bedanken!

 

Die Gesamtbewertung der Servicebereiche hält sich weiterhin auf sehr hohem
Niveau. Abrechnungsberatung und Versicherungskorrespondenz erreichen eine
100-prozentige Zufriedenheit, auch die Bewertung der Gebietsleiter ist weiter
gestiegen.

 

Die Kundenabrechnung, das Herz des Unternehmens
In der Abteilung Kundenabrechnung erzielten wir durchgängig eine hohe Zufriedenheit. Das Bestehen fester Verbindungen und fester Ansprechpartner wird hier als besonders wertvoll erachtet. Vor allem Freundlichkeit, Pünktlichkeit der Honorarauszahlung und gute Erreichbarkeit punkteten hier.

 

Immer freundlich, immer gut: Unser Softwaresupport
Unsere Supportmitarbeiter sind ein Highlight: In Sachen Freundlichkeit, Erreichbarkeit und Sachkompetenz sind die Mitglieder dieser Abteilung nicht zu schlagen. Es gab durchweg Lob und sie wurden mit knapp 100 % Zufriedenheit bewertet und besonders hervorgehoben.

 

Die Serviceleistung Abrechnungsberatung erzielt von allen abgefragten Servicebereichen
wie schon in den Vorjahren die höchsten Zufriedenheitswerte.

 

Die Abrechnungsberatung ist unser Service-Hit!
Die Bewertung der Servicebereiche hält sich weiterhin auf sehr hohem Niveau: Die Abrechnungsberatung, die Versicherungskorrespondenz und die Klärung mit Kostenerstattern konnten sich weiter verbessern und liegen mit jeweils 100 % Zufriedenheit an der Spitze unserer Services. Mehr als die Hälfte der Humanmediziner nutzen die Abrechnungsberatung. In der Detailschau wurden hier die Einzelaspekte Abrechnungsberatung, Freundlichkeit, Erreichbarkeit, Sachkompetenz und die individuellen Bedürfnisse mit jeweils 100 % Zufriedenheit absolut herausragend bewertet. Es kamen Rückmeldungen wie: „Beratung ist Eins Plus“, „Zeitersparnis Eins Plus“, „Ist völlig unkompliziert“ bis zu „Wirklich kompetent und immer jemand da“. In den Gesprächen wurde auch stets die gute Qualität unserer Abrechnungsleistung erwähnt: „Das Preis-Leistungsverhältnis ist völlig in Ordnung“ oder „Die Leistungen nach unserem Wechsel sind jetzt besser“. Dies beflügelt uns, so weiter zu machen! Auch die (ehemaligen) Existenzgründer haben sich bedankt, da man sie mit Sonderkonditionen zum Startup bedachte: „Sehr menschliches Entgegenkommen: Die Existenzgründung wurde berücksichtigt“.

 

Entlastung für die Praxis:
Die Versicherungskorrespondenz

Dieser Bereich ist eine unserer ältesten Serviceoptionen und wird weiterhin sehr gut angenommen. Nahezu ²/3 aller Dentalpraxen nutzen diesen Service, die Bewertung hält sich weiterhin auf hohem Niveau: Im Bereich Humanmedizin sind es sogar 100 % äußerst und sehr zufriedene Stimmen. O-Töne, auf die wir stolz sind lauten: „Dieser Service ist Gold wert!“ oder: „Die Zeitersparnis ist unbezahlbar!“.

 

Auch bei den Einzelbereichen Freundlichkeit, Erreichbarkeit, Sachkompetenz und
den individuellen Bedürfnissen (wie z. B. maßgeschneiderte, sehr umfangreiche
und komplizierte Abrechnungen und HKPs) erfüllten wir die Erwartungen unserer
Kunden.

 

Wir verbessern uns stetig
Wir haben zugehört und gelernt: Im Vergleich zu früheren Umfragen ist die Anzahl an Beschwerden gefallen. Wir nehmen jede einzelne Beschwerde ernst und versuchen sie bestmöglich zu Ihrer Zufriedenheit zu lösen. Missverständnisse und Probleme können immer einmal auftreten.

 

Wir wissen, dass zur Zufriedenheit gelöste Probleme die Kundenbindung stärken und daher ist jede Beschwerde für uns auch ein Ansporn zu lernen

 

Ihren Wünschen und Anregungen bezüglich Software kommen wir ganz zeitnah und konkret entgegen: Wie bereits im Magazin update 2-2020 berichtet, startet bald ein neues, modernes, webbasiertes Kundenportal, bei dem wir die vielen Hinweise aus den Praxen gezielt umgesetzt haben. Sie dürfen gespannt sein!

 

Die Zufriedenheit mit den Service- bzw. Telefonzeiten ist hervorragend, hier gab es nur eine Einzelstimme, die eine Änderung der Erreichbarkeit wünschte. Wir behalten demnach folgende Zeiten bei: Mo. Di. Do. 08.00 – 17.30 Uhr, Mi. 09.00 – 17.30 Uhr, Fr. 08.00 – 17.00 Uhr

 

Fazit
Dies alles ist im Vergleich zu den bereits sehr guten Werten aus dem Jahr 2018 erneut eine Bestätigung. Vielen Dank an unsere Kunden für das Feedback und die netten Worte. Wir haben uns sehr darüber gefreut und halten weiterhin unsere Ohren offen! Wenn Sie ausführliche Informationen zu unserer Umfrage wünschen, sprechen Sie unsere Gebietsleiter an.

 


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Redaktionsadresse: Newsletter@pvs-mefa.de
Wir freuen uns über Anregungen, Ideen, Meinungen und Themenvorschläge. Herausgeber und Redaktion sind um die Genauigkeit der dargestellten Informationen bemüht, dennoch können wir für Fehler, Auslassungen oder hier ausgedrückte Meinungen nicht haften. Alle Angaben sind ohne Gewähr!

 

Fotos und Illustrationen: pvs Reiss, DAISY. Freepik.com: vgstockstudio, basaya, gajus. Pixabay: felixulli, rawpixel.com. Shutterstock.com: Elnur, antoniodiaz, ollyy, ESB Professional, Cherayut. Rawpixel.com: chinnarach. Deike Press: Jan Tomaschoff.

 

Autoren, sofern nicht ausführlich benannt: sbay Saskia Bayer, db Daniel Bolte, svg Sabine von Goedecke, esc Erika Schroeter, ms
Marijana Senger, gw Gerda-Marie Wittschier, hz Heike Zokoy.

 

Konzept und Gestaltung: www.creapart.de

 

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