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Magazin up date 01/2019

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“Nur wer aufgibt hat verloren”

 

Mit diesem Slogan von Henry Maske möchten wir in das neue Jahr starten. Wir nehmen uns diesen Spruch zu Herzen, wollen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen und nach vorne blicken. Wir lassen das für uns sehr spannende und aufregende Jahr 2018 hinter uns und starten mit neuen Events, Veranstaltungen, Seminaren und vielem mehr.

 

Unsere erste große Veranstaltung wird die IDS Messeparty 2019 in Köln sein. Die 38. IDS (Internationale Dental Schau) ist eine der Weltmessen für die Dentalbranche und findet alle zwei Jahre in Köln statt. Im Vordergrund steht der Kontakt mit Kollegen, Lieferanten, Dienstleistern und Geschäftspartnern. Ausschließlich Fachbesucher können auf der Messe vor Ort neue Technologien und Entwicklungen sowie Innovationen aus der ganzen Welt erleben.

 

Wie bereits in 2017, wollen wir Sie auch dieses Jahr zur IDS Party am Freitagabend den 15. März 2019 im Brauhaus Päffgen in der Kölner Innenstadt einladen. Bei einem Kölsch und gutem Essen lassen wir mit Ihnen die Messe ausklingen.

 

Ein neues und großes Event ist unser 1. Bodensee Kongress für Ärzte und Zahnärzte am 21.09.2019 in Radolfzell. Sprecher wie Dr. Sigmar Frank Schnutenhaus und Dr. Dr. Martin Roser sind im Dentalbereich Experten, für die Humanmediziner bieten wir ein interessantes Programm zur GOÄ und der EBM-Abrechnung an.

 

Dieser zweitägige Kongress findet u. a. im Milchwerk Radolfzell statt, einem großzügigen und modernen Tagungszentrum mitten in der Stadt. Wir starten bereits am Freitag mit einer Vorabendveranstaltung im bora-HotSpaResort. Am Samstag finden im Milchwerk verschiedene Seminare statt, unter anderem am nachmittag ein Vortrag unseres Keyspeakers Henry Maske. Abgerundet wird der Tag mit der Abendveranstaltung auf einem Schiff der Bodenseeflotte, auf der wir Sie kulinarisch und musikalisch verwöhnen werden. Weitere ausführliche Informationen zum Kongress, zu unseren Keyspeakern, zur Anmeldung, zum Sponsoring und vielem mehr finden Sie unter www.bodensee-kongress.de. Schauen Sie einmal rein, Sie werden es nicht bereuen.

 

Wir freuen uns auf das neue Jahr und die Herausforderungen, denen wir uns stellen werden. Wir würden uns freuen, Sie auf der einen oder anderen Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Manfred Reiss
Geschäftsführer
Michael Reiss
Geschäftsführer

 


Aus dem Inhalt

 


Die zahnärztliche Einzelpraxis hat Zukunft:
Eine Untersuchung zur Existenzgründung

 

Die bewährte zahnärztliche Einzelpraxis hat auch weiterhin eine Zukunftsperspektive, wird sich aber im Wettbewerb mit anderen Praxisformen grundlegend verändern. Das ist ein zentrales Ergebnis der wissenschaftlichen Untersuchung „Die zahnärztliche Niederlassung – Stand der Forschung zur Praxisgründung“ von Dr. David Klingenberger, die das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) in Köln jetzt vorgestellt hat. Die Analyse beschreibt anhand empirischer Daten aus 30 Jahren Existenzgründungsforschung mögliche Szenarien zahnärztlicher Niederlassung. Wissenschaft und Politik und angehende Gründer können sich mit der Monographie umfassendes Hintergrundwissen über die zahnärztliche Niederlassung verschaffen.

 

Prof. Dr. A. Rainer Jordan, Wissenschaftlicher Direktor des IDZ: „Die zahnärztliche Berufsausübung hat zuletzt eine Reihe gesetzgeberischer Eingriffe erfahren, die sich unterschiedlich auf das Gründungsverhalten junger Zahnärztinnen und Zahnärzte ausgewirkt hat. Praxisformen und deren Größenwachstum unterliegen einem erheblichen Wandel. So kann eine Niederlassung heutzutage etwa auch in Form einer (überörtlichen) Berufsausübungsgemeinschaft oder einer Partnergesellschaft erfolgen. Auch muss die Entscheidung für eine Niederlassung keine Festlegung für das gesamte Arbeitsleben bedeuten.“

 

Die neue Analyse des IDZ weise eindeutig nach, dass diese Entwicklung aber nicht zum Rückgang der bewährten Einzelpraxis geführt habe. Die Möglichkeiten der Beschäftigung von angestellten Zahnärzten lassen die Unterschiede zwischen den Praxisformen jedoch zunehmend verschwimmen: Während der „Einzelkämpfer“ vermutlich verschwinde, habe die Einzelpraxis als solche durchaus Entwicklungschancen.

 

„Die junge Zahnärztegeneration will ihre berufliche Tätigkeit flexibel in Praxisformen ausüben, die ganz auf ihre Bedürfnisse und Vorstellungen, etwa der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, angepasst sind. Dazu bedarf es intelligenter Modelle, die ein positives Gründungsumfeld und eine ökonomisch nachhaltige Praxistätigkeit ermöglichen. Auch für die nächste Generation von Zahnärzten muss – bei gleichbleibend guten Lebensbedingungen – die freie Wahl der Berufsausübung bestehen – damit unser Beruf ein freier Beruf bleibt“, sagte Jordan.

 

Hintergrund: Das Institut der Deutschen Zahnärzte Das IDZ ist eine gemeinsame Forschungseinrichtung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und der Bundeszahnärztekammer (BZÄK). Es stellt belastbare, unabhängige Forschungsergebnisse auf dem komplexen Gebiet der Gesundheitsforschung bereit und ist das einzige außeruniversitäre Institut in Deutschland, das sich ausschließlich mit zahnärztlichen und zahnmedizinischen Fragestellungen befasst. Die Arbeitsfelder des IDZ sind in vier wissenschaftliche Forschungsschwerpunkte aufgeteilt und umfassen die Gesundheitsversorgungsforschung und -epidemiologie, die Gesundheitsökonomie und -systemforschung, die zahnärztliche Professionsforschung sowie die Medizinsoziologie und Gesundheitspsychologie.

 

Bundeszahnärztekammer – Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Zahnärztekammern e.V. (BZÄK)

 


Beihilfe heißt nicht Vollkasko

 

Jeder, der in einer Zahnarztpraxis tätig ist, kennt diese Situation: ein Patient kommt mit seinem Beihilfebescheid in die Praxis, beanstandet die zahnärztliche Rechnung und argumentiert, seine Beihilfestelle habe die Erstattung bestimmter Leistungen verweigert, insofern sei die zahnärztliche Rechnung „fehlerhaft“ und die Praxis solle die Rechnung bitte „korrigieren“.

 

Tritt dieser Fall ein, ist es unumgänglich, sich die rechtliche Situation vor Augen zu führen: einerseits besteht eine Rechtsbeziehung zwischen Patient und Zahnarzt, andererseits eine davon unabhängige, zweite Rechtsbeziehung zwischen Patient und Beihilfestelle. Im Rechtsverhältnis Patient/Zahnarzt gelten für die Honorargestaltung ausnahmslos die Vorschriften der Gebührenordnungen für Zahnärzte (GOZ) und Ärzte (GOÄ). In Zweifelsfragen orientiert sich der Zahnarzt an der Rechtsauffassung der Bundeszahnärztekammer bzw. seiner zuständigen Zahnärztekammer. Im Rechtsverhältnis Patient/Beihilfestelle finden neben der GOZ je nach Art der Beihilfe, unterschiedliche Beihilferichtlinien sowie Runderlasse der jeweils zuständigen Ministerien* Anwendung.

 

Dies hat zur Folge, dass von Seiten der Beihilfestellen des Öfteren abweichende Interpretationen und subjektive Aussagen bei der Bearbeitung von Behandlungsplänen und Rechnungen getroffen werden, die häufig im Widerspruch zu den zahnärztlichen Auffassungen der Gebührenordnung stehen.

 

Die Rechnungserstellung (Berechnungsfähigkeit) und die Kostenerstattung (Erstattungsfähigkeit, Beihilfefähigkeit) sind, rechtlich gesehen, getrennte Vorgänge; der Zahnarzt darf seine Rechnung nicht nach den „Vorstellungen“ der Beihilfestelle ausfertigen. Insofern hat er keinen Einfluss auf die Erstattung der in der Rechnung aufgeführten Gebührenpositionen und Honorare durch Beihilfestellen. Der beihilfeberechtigte Patient hat der Praxis den gesamten Rechnungsbetrag zu zahlen, die Beihilfe hingegen deckt nur einen Teil der entstandenen Kosten. In der Regel sind Beihilfeberechtigte ergänzend privat krankenversichert, hier erfolgt die Erstattung gemäß des abgeschlossenen Tarifs. Erfolgt keine vollständige Erstattung, so ist die Differenz in jedem Fall vom Patienten selbst zu tragen. In § 1 der Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) findet sich diesbezüglich folgende Aussage: … „Die Beihilfe ergänzt die gesundheitliche Eigenvorsorge, die in der Regel aus den laufenden Bezügen zu bestreiten ist“, in § 49 BBhV sind Eigenbehalte konkret geregelt.

 

Am häufigsten entstehen Erstattungseinschränkungen aufgrund der Nichtanerkennung von Begründungen und analogen Berechnungen sowie der Nichterstattung von Material- und Laborkosten.

 

Problematik:
Nach § 5 Abs. 2 der GOZ ist ein Überschreiten des 2,3fachen Gebührensatzes zulässig, wenn Besonderheiten der in Satz 1 genannten Bemessungskriterien (Schwierigkeit und/oder Zeitaufwand der einzelnen Leistung sowie Umstände bei der Ausführung) dies rechtfertigen. Seitens der Beihilfe werden jedoch häufig nachvollziehbare und völlig korrekte Begründungen mit dem Argument, „die angegebene Begründung rechtfertige keine Schwellenwertüberschreitung“ kategorisch und systematisch abgelehnt. Das Finanzministerium Nordrhein-Westfalen hat mit einem Runderlass vom 8. April 2016 verfügt, dass verschiedene GOZkonforme Begründungen nicht mehr akzeptiert werden. Hierzu gehören Begründungen, die seit Jahrzehnten zum Abrechnungsalltag jeder Praxis gehören, wie z. B. starker Speichelfluss und erschwerter Mundzugang, aber auch Begründungen wie z. B. divergierende Pfeilerzähne oder subginigvale Präparation.

 

Auch die Nichtanerkennung von analogen Leistungen verursacht vermehrt Probleme in den Praxen. So bestätigt z. B. der o. g. Runderlass des Finanzministeriums Nordrhein-Westfalen, dass Analogleistungen grundsätzlich beihilfefähig sind; gemäß § 6 Abs. 1 Satz 1 GOZ ist Voraussetzung, dass es sich um eine selbstständige zahnärztliche Leistung handelt, die keine besondere Ausführung oder Teilleistung einer bereits im Gebührenverzeichnis enthaltenen Leistung ist. Die Praxiserfahrung zeigt jedoch, dass eine vollumfängliche Erstattung durch die Beihilfe in der Regel nicht erfolgt.

 

Die Nichterstattung von Material- und Laborkosten resultiert meist aus den beihilferechtlichen Bestimmungen. So werden z. B. Aufwendungen für eine besondere Farbauswahl und Farbgebung, wie z. B. individuelles charakterisieren oder Farbgebung durch Bemalen wie auch der Zuschlag für Arbeiten unter dem Stereomikroskop nicht als beihilfefähig anerkannt. Kosten für die labortechnische Herstellung provisorischer Kronen und Brücken sind nur dann beihilfefähig, wenn es sich um Langzeitprovisorien nach den GOZ-Nrn. 7080 und 7090 handelt, nicht jedoch in Verbindung mit den GOZ-Nrn. 2260, 2270 sowie 5120 und 5140.

 

Empfehlung:
Die aufgeführten Problematiken zeigen sehr deutlich, dass innerhalb der Praxis Maßnahmen ergriffen werden müssen, damit die durch Anhebung des Steigerungsfaktors oder durch analoge Berechnung ermittelte, betriebswirtschaftlich angemessene Honorierung auch realisiert werden kann. Dasselbe gilt selbstverständlich auch für die Realisierung der im Labor entstandenen Kosten.

 

Die Basis hierfür ist eine ordnungsgemäße wirtschaftliche Aufklärung des Patienten. Gemäß § 630c Abs. 3 BGB ist der Behandler verpflichtet, den Patienten vor Behandlungsbeginn über eventuelle Erstattungseinschränkungen aufzuklären, wenn ihm bekannt ist, dass eine vollumfängliche Erstattung nicht gewährleistet ist.

 

Besonders bei umfangreicheren Behandlungsmaßnahmen sowie vor der Erbringung analog zu berechnender Leistungen sollte dem beihilfeberechtigten Patienten rechtzeitig ein Heil- und Kostenplan ausgehändigt werden; dieser sollte den Hinweis enthalten, dass Steigerungsfaktoren über dem 2,3fachen Faktor möglicherweise nicht erstattet werden. So erfährt der Patient bereits im Vorfeld der Behandlung, dass eine Erstattung möglicherweise nicht oder nicht in vollem Umfang gewährleistet ist bzw. dass ihm Eigenbehalte entstehen. Auch das Aushändigen einer entsprechenden Patienteninformation zur Unterschrift ist empfehlenswert.

 

Desweiteren sind auch entsprechende Hinweise auf dem Laborkostenvoranschlag ratsam, wie z. B.:

 

Die anfallenden, geschätzten Laborkosten werden vom zahntechnischen Labor (bzw. Praxislabor) nach Arbeits- und Zeitwaufwand, Schwierigkeit und individuellem Anspruchsniveau kalkuliert und weichen vom bundeseinheitlichen Leistungsverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen (BEL) bzw. etwaigen Sachkosten- oder Erstattungslisten privater Krankenversicherungen ab. Die geschätzen Laborkosten sind Grundlage und Bestandteil des Behandlungsvertrages. Ich habe den Heil- und Kostenplan zur Kenntnis genommen und bin mit der Durchführung der geplanten Maßnahmen einverstanden. Sollte die Erstattungsstelle den Rechnungsbetrag nicht oder nicht in vollem Umfang erstatten, so verpflichte ich mich, den kompletten Gesamtbetrag zu begleichen.

 

Eine pauschale Kürzung auf den 2,3fachen Gebührensatz ist im Rahmen der Erstattung durch die Beihilfestelle nicht zulässig. Jede Liquidation ist individuell zu prüfen, treten Zweifel auf, ist ein zahnärztliches Gutachten oder eine Stellungnahme der Zahnärztekammer einzuholen, das bestätigt die Rechtsprechung (BGH-Urteil vom 13.10.2011, Az. III ZR 231/10).

 

* z. B. der Runderlass des Finanzministeriums NRW vom 8. April 2016: Mit diesem Runderlass verkündet der Finanzminister seine Interpretation der Gebührenordnung und informiert die Beihilfeberechtigten über die von ihm vertretene Auffassung. Durch den Runderlass wird die Beihilfefähigkeit von erbrachten und abgerechneten zahnärztlichen Leistungen eingeschränkt.

 

Sylvia Wuttig, B.A.
Geschäftsführende Gesellschafterin
DAISY Akademie + Verlag GmbH

 


Ästhetisch-kosmetische Zahnmedizin ist keine Luxuszahnmedizin

 

Ästhetik in der Zahnmedizin wurde lange Zeit als Luxuszahnmedizin angesehen und belächelt. Heute steht einer naturähnlichen Versorgung jedoch nicht nur die Kassenleistung im Wege, die neben der fehlenden Ästhetik durch lichtundurchlässige Metallkäppchen auch parodontologische Nachteile im Bereich der Gingiva aufweist. Ästhetik wird nach wie vor als banal abgetan und vielen Praktikern fehlt das Verständnis dafür, dass ästhetische Zahnmedizin die Königsdisziplin darstellt, die, wird sie richtig ausgeübt, ein enormes Ausmaß an Weiterbildung benötigt.

 

Ästhetik ist heute nicht unnötig, sondern zwingend notwendig. Zahnärztliche Tätigkeit ohne Blick auf die enormen materialtechnischen Eigenschaften von heute sollte für einen Zahnarzt undenkbar sein. Wir sind für den wichtigsten Bereich im Gesicht zuständig und mit unserer Arbeit steht und fällt das gesamte Erscheinungsbild einer Person. Umso wichtiger ist die ästhetische Betrachtungsweise bei der Zahntherapie, vor allem dann, wenn die Zähne keramisch versorgt werden müssen. Aber auch Komposite sollten sorgfältig ausgewählt werden, um rasche Verfärbungen zu verhindern. In vielen Fällen reicht das Verständnis für die üblichen Werkstoffe nicht aus und ein ästhetisch arbeitender Zahnarzt sollte zwingend kieferorthopädische Grundkenntnisse besitzen, um selbstständig kleine Korrekturen vor Versorgungen vornehmen zu können.

 

Selbstverständlich können ästhetische Leistungen durch eine Vielzahl von Einzelspezialisten erbracht werden. Eine Spezialisierung hat aber auch den Nachteil, dass man nur eine immer wieder gleiche Betrachtungsweise hat. Ein ästhetisch arbeitender Generalist hat den Vorteil, dass er für das gesamte Ergebnis verantwortlich ist und er hat die weitaus größte Möglichkeit der Reflektion, vor allem dann, wenn es zu Misserfolgen kommt. Die in den letzten Jahren vielfach belächelte Komplexität ästhetischer Behandlungsabläufe wird heute weitaus reflektierter gesehen und autark arbeitende Praxiskonzepte nehmen an Bedeutung zu. Im Gegensatz zu früher haben wir ein sehr weitreichendes Weiterbildungsangebot, welches für die Arbeit von Generalisten ausgelegt ist. In der Kieferorthopädie können spezielle Kurse zur präprothetischen oder parodontalen Kieferorthopädie belegt werden. Die Implantologie ist schon lange nicht nur den Oralchirurgen vorbehalten. Trends wie die Etablierung von kurzen Implantatsystemen haben sich erst durch intrinsische Evidenz von Generalisten und parodontologisch arbeitenden Zahnärzten wirklich richtig entwickeln können. Diese Entwicklung spiegelt auch den Wunsch heutiger Patienten wieder. Die Behandlung ästhetischer Fragestellungen wird immer häufiger aus einer Hand gewünscht, da so die Ergebnisse vorhersagbarer sind. Zudem fällt einem gut ausgebildeten ästhetischen Generalisten die Auswahl der tatsächlich sinnvollen Behandlungsart leichter, denn er kann sich auf dem gesamten Gebiet der Zahnmedizin bewegen.

 

Wie sieht dies nun konkret in den Zahnarztpraxen aus?

Stellt sich ein Patient mit dem Wunsch nach einer Korrektur der Front aufgrund von Rotationen oder Rezessionen vor, dann erfolgt nach wie vor in vielen Praxen die direkte Planung der prophetischen Versorgung, da diese Art der Versorgung dem konventionellen Behandler eine hohe Sicherheit des ästhetischen outcomes vermittelt, die er aber tatsächlich nicht hat. In den meisten Fällen werden so wichtige Zwischenschritte übergangen und das erreichte Ergebnis ist nur von kurzer Dauer. Es reicht heute bei weitem nicht mehr aus, nur hochästhetische Restaurationen einzusetzen, ohne gleichzeitig weitere Möglichkeiten der Zahnmedizin abzustecken.

 

Bleaching
Bleaching ist kein rein kosmetischer Eingriff. Indikation aus zahnmedizinischer Sicht kann zum Beispiel die Aufhellung endodontisch behandelter Zähne sein. Bei einer prothetischen Rehabilitation des Kauorgans stehen Funktion und Langlebigkeit im Vordergrund der Behandlung, aber selbstverständlich sind Zahnfarbe und Zahnform ebenfalls wichtige Faktoren, die Berücksichtigung finden müssen (Abb. 1a und 1b). Nach wie vor ist die Vielzahl der angebotenen Bleachingmöglichkeiten zu unübersichtlich und günstige Produkte oftmals qualitativ nicht in der Lage, Patienten und Zahnarzt zu überzeugen. Dennoch ist dieses Tool aus der kosmetisch tätigen Zahnarztpraxis nicht mehr wegzudenken.

 

Kieferorthopädische Behandlungen
Kieferorthopädische Korrekturen sind in den kosmetischen Behandlungen erwachsener Patienten überaus wichtig. Das Beherrschen der Grundlagen ist daher für einen Ästhetiker unausweichlich. Frontzahnkorrekturen können ohne weiteres Veneerversorgungen unnötig machen, sofern der Ästhetiker diese Technik beherrscht. Nicht selten kommen die Patienten wegen Rotationen in die Praxis und erhalten Veneerversorgungen, die mit Zahnspangen hätten verhindert werden können. Auch wir oder besser gesagt besonders wir als Ästhetiker haben eine sehr große Verantwortung im Hinblick auf die Art der Versorgung, denn nicht selten sind kosmetische Eingriffe reine Wahleingriffe. Besteht die Möglichkeit einer Schonung der Zahnhartsubstanz durch eine kieferorthopädische Therapie, dann sollte diese Möglichkeit immer vorrangig durchgeführt werden. Zahlreiche ästhetisch-kosmetische Spezialisten sind heute in der Lage, diese Behandlungen ohne weiteres selber durchzuführen. Aus dem Portfolio eines Ästhetikers ist diese Art der Behandlung aus meiner Sicht nicht mehr wegzudenken (Abb. 2 a-d).

 

Ästhetische Behandlung von Parodontalpatienten
Nach wie vor werden viel zu wenige Patienten in konventionellen Praxen optimal parodontal vorbehandelt. Ohne diese essenzielle Vorbehandlung kann in der Folge beispielsweise keine präprothetische Kieferorthopädie erfolgen, da bei insuffizienter Parodontalbehandlung der komplette Verlust der Zähne droht, wenn diese zusätzlich kieferorthopädisch bewegt werden. Das muss der Ästhetiker wissen und er sollte die Kieferorthopädie daher auch in den eigenen Händen behalten, denn nur sehr wenige Kieferorthopäden können tatsächlich einschätzen, wie Parodontologie und Kieferorthopädie abschließend einen Einfluss auf die Prothetik nehmen können (Abb. 3 a-c).

 

Nach erfolgreicher kieferorthopädischen Behandlung muss entschieden werden, ob der Gingivaverlust plastisch zu decken ist oder aber eine konservative oder prophetische Korrektur erfolgen sollte. Rezessionsdeckungen haben eine gute Vorhersagbarkeit, wenn Sie die Miller-Klasse II nicht überschritten haben (Abb. 4 a-c). Miller-Klasse III Fälle können nach gründlicher Selektion ebenfalls sehr erfolgreich verlaufen – die Prognose ist aber deutlich schlechter. Sollte eine chirurgischkorrektive Therapie nicht mehr möglich sein, dann bleibt noch die konservative Behandlung mit Kompositmaterialien oder aber die komplette prophetische Verblendung.

 

Implantologische Fälle
Auch implantologische Fälle benötigen in der Regel ein exaktes backward planning, das von einem auf Ästhetik spezialisierten Generalisten in der Regel weitaus besser bewältigt werden kann, als von einem rein chirurgisch tätigen Zahnarzt. Oftmals muss vorab entschieden werden, ob es nicht sinnvoller wäre, Lücken mit fortgeschrittenem Knochenabbau nicht lieber im Sinne des Patienten kieferorthopädisch zu versorgen. Auch die Extrusion vor einer Extraktion kann zur deutlichen Verbesserung der vestibulären Knochenverhältnisse und damit des ästhetischen outcomes führen. Die Notwendigkeit oder Machbarkeit muss jedoch vor der Extraktion erkannt und von einem Generalisten auch direkt kieferorthopädisch gelöst werden (Abb. 5 a-b).

 

Alleine das Aufrichten von gekippten Molaren kann den klinischen outcome in Bezug auf die parodontalen Verhältnisse deutlich verbessern. Oftmals entstehen durch gekippte Molaren oder Prämolaren interdental offene Dreiecke, die in der Folge zu parodontalen und periimplantären Destruktionen führen können.

 

Einfache konservistische Fälle
Die Zahnmedizin besteht nicht nur aus komplexen Fällen. Auch bei einfachen ästhetischen Einbußen wie Frakturen im Bereich der Inzisivi muss mit dem uns bekannten ästhetischen Hintergrundwissen entschiedenden werden, ob ein Zahnersatz in Form eines Veneering oder Teilkrone tatsächlich notwendig ist oder ob nicht auch eine Versorgung mit hochästhetischen Kompositen für den Patienten nicht vorteilhafter wäre. Bei der Versorgung mittels Komposit hat der Patient den Vorteil, dass der Großteil des natürlichen Zahnes erhalten bleibt (Abb. 6 a-b). Das war lange Zeit ästhetisch nur schwer lösbar – heute steht die Schichttechnik mit Hybrodkompositen der Keramik in nichts nach. Ein entscheidenden Vorteil hat die Kompositversorgung: Die Abrasion im Bereich der Inzisalkanten der naturgesunden Dentition des Gegenkiefers wird durch die weitaus weicheren Komposite verhindert.

 

Zahnmedizin & Kieferorthopädie
Dr. med. dent. MSc. Martin Jaroch
78224 Singen

 


Der Dauerbrenner: Die persönliche Leistungserbringung

 

Was es bei der Abrechnung wahlärztlicher Leistungen im Krankenhaus Wichtiges zu beachten gibt ist immer wieder Grund zur Diskussion. Mitarbeiter in den Krankenhausverwaltungen sind häufig verunsichert, wenn es um die Entscheidung geht, ob und wann eine Leistung als wahlärztliche Leistung nach der GOÄ abgerechnet werden darf. Denn nicht jede Leistung, die während einer stationären Behandlung am Patienten erbracht wurde, ist automatisch auch als wahlärztliche Leistung im Rahmen einer Privatliquidation berechnungsfähig.

 

Definition der „wahlärztlichen Leistung“ gemäß § 17 KHEntgG
Wahlärztliche Leistungen sind diagnostische und therapeutische Leistungen, die nicht mit den allgemeinen Krankenhausleistungen abgegolten sind. Sie werden den Patienten in Form einer Privatliquidation zusätzlich neben den Entgelten für die voll- und teilstationäre Behandlung (DRG´s) in Rechnung gestellt. Voraussetzung ist, dass die Erbringung der Leistung durch einen Arzt, eine Psychologische Psychotherapeutin/einen Psychologischen Psychotherapeuten oder durch eine Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin/einen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten im Sinne von § 1 Abs. 3 des Psychotherapeutengesetzes erfolgt ist.

 

Vertragliche Vereinbarung notwendig
Eine schriftliche Vereinbarung, der sog. „Wahlarztvertrag“, ist vor der Erbringung von Wahlleistungen gesetzlich vorgeschrieben (§ 17 KHEntgG (2)), wobei der Patient vor dem Abschluss der Vereinbarung schriftlich über die Entgelte der Wahlleistungen und deren Inhalt im Einzelnen zu unterrichten ist. Der ständige ärztliche Vertreter des Wahlarztes ist dem Patienten vor dem Vertragsabschluss zu benennen.

 

Vorschriften zur persönlichen Leistungserbringung in der GOÄ
Besondere Vorschriften zur Abrechnung wahlärztlicher Leistungen bei stationären, teilstationären sowie vor- und nachstationären Krankenhausbehandlungen sind in der Gebührenordnung im Paragraphen 4 (2) aufgeführt.

 

Dem dortigen Text ist zu entnehmen, dass der Verordnungsgeber, neben den Visiten, die stets persönlich oder durch den ständigen ärztlichen Vertreter erbracht werden müssen, besonderes Augenmerk auf den Aufnahme- und Entlassungstag legen wollte. Denn die Leistungen nach den GOÄ-Nummern 1 – 62 des Gebührenverzeichnisses sind nur dann berechnungsfähig, wenn sie innerhalb der 24 Stunden nach der Aufnahme des Patienten bzw. vor der Entlassung des Patienten persönlich oder durch den ständigen Vertreter erbracht worden sind. Es handelt sich hierbei, neben weiteren Leistungen, insbesondere um Beratungs- und Gesprächsleistungen sowie um körperliche Untersuchungen; also typische Leistungen, wie sie üblicherweise bei der Patientenaufnahme bzw. am Entlassungstag durchgeführt werden.

 

Keine Abrechnung bei Leistungserbringung durch das Pflegepersonal
Zu den Leistungen, die häufig durch das Pflegepersonal ausgeführt werden, gehören insbesondere die venösen Blutentnahmen (GOÄ-Nr. 250), einfache Verbandwechsel (GOÄ-Nr. 200), das Anlegen intravenöser Infusionen (GOÄ-Nrn. 271, 272) und die tägliche subkutane Applikation von Arzneimitteln zur Thromboseprophylaxe (GOÄ-Nr. 252). Im Fall der Ausführung durch das Pflegepersonal, sind diese Leistungen mit dem DRG abgegolten und nicht zusätzlich berechnungsfähig.

 

Eine Zuordnung dieser Leistungen zu den wahlärztlichen und damit zusätzlich abrechnungsfähigen Leistungen ist nur dann möglich, wenn der Wahlarzt oder dessen ständiger ärztlicher Vertreter diese persönlich erbracht hat. Wichtig ist hierbei auch die entsprechende Dokumentation in der Patientenakte z. B. durch „Handzeichen“ oder Unterschrift.

 

Die nachfolgende Tabelle soll die Abrechnungs-Regeln veranschaulichen:

 

 

Kernleistungen des Fachgebietes stets persönlich
Unabhängig von den Vorschriften der Gebührenordnung für Ärzte, müssen die Kernleistungen des jeweiligen Fachgebietes stets persönlich und eigenhändig durch den Wahlarzt erbracht werden (Urteil Bundesgerichtshof, 20. Dezember 2017, Az. III ZR 144/07).

 


Die Herausforderung für Pflegedienstleitungen:
Fuhrparkmanagement in Zeiten von Dieselfahrverboten

 

Die Automobilbranche befindet sich im Wandel. Dieser betrifft natürlich auch den Fuhrpark ambulanter Pflegedienste und Tagespflegeeinrichtungen. Welche Auswirkungen die Digitalisierung, die E-Mobilität aber auch die Dieselfahrverbote in Ihrem Betrieb haben können, soll im Folgenden näher beleuchtet werden.

 

Einige Ur-Mitglieder des ABVP e.V. werden noch wissen, mit welchen Fahrzeugen sie in den 80er oder 90er Jahren oder sogar noch früher ihre Touren bestritten haben: Spritfresser ohne Servolenkung, ohne Klimaanlage und insgesamt mit wenig Ausstattung und Komfort. Gleichzeitig konnten sie ihre Fahrzeuge noch bedenkenlos mit Diesel betanken. Auch die 1% Methode bei der Nutzung der Dienstfahrzeuge durch Ihre Mitarbeiter gab es noch nicht. Diese wurde erst 1996 eingeführt.

 

Die Zeiten haben sich verändert. Fahrzeuge haben im sparsamen Verbrauch, bei Ausstattung und Technik sowie bei den Innovationen der Antriebsformen zugelegt. Aktuelle Trends sind stark schwankende Kraftstoffpreise je nach Weltmarktsituation und das in Frage stellen herkömmlicher Antriebe wie dem Diesel – Stichwort Grüner Fuhrpark – inkl. der Dieselfahrverbote.

 

Angesichts dessen kann für Sie die Umrüstung des Fuhrparks in Ihrem Betrieb auf E-Mobilität eine zu überdenkende Alternative sein. Tatsächlich schneidet die E-Mobilität, gerade im Hinblick auf den Verbrauch, sehr gut im Vergleich zu anderen Antriebsformen ab. Auch die lange Lebensdauer des Elektromotors, niedrigere Betriebskosten aufgrund geringerem Wartungsaufwand, die geringen Treibstoffkosten und die umweltfreundliche Fahrweise sind Vorteile der E-Mobilität. Zusätzlich gewährt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bspw. eine Förderung für E-Mobilität, den sog. Umweltbonus. Zudem sind reine Elektroautos befristet von der KfZ-Steuer befreit.

 

Die Nachteile der Elektromobilität zeigen sich dagegen in den hohen Anschaffungskosten, den geringen Reichweiten von E-Autos bei gleichzeitig geringer Dichte des Ladestationsnetzes (in Deutschland etwa 6.500 Ladestationen) sowie den ggf. langen Ladezeiten (bei einer herkömmlichen Haushaltssteckdose zwischen 8 und 14 Stunden). Außerdem stehen derzeit viele Fördertöpfe für die Schaffung einer eigenen Ladeinfrastruktur nicht zur Verfügung. Auch bei der Beantragung von Förderung haben sich in der Praxis teilweise Schwierigkeiten gezeigt.

 

Ob die E-Mobilität also per se die bessere Antriebsform ist als bspw. der Diesel, ist daher fraglich. Der Diesel schneidet nämlich gerade im Hinblick auf den Verbrauch gut ab, er ist außerdem verhältnismäßig günstig und hat, im Gegensatz zu E-Autos, höhere Reichweiten. Dennoch überschreitet er den EU-Stickoxid-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Aus ökologischen Gründen gibt es daher schon Fahrverbote in Hamburg. In Berlin, Frankfurt am Main, Aachen, Stuttgart und Mainz drohen sie ab 2019. Köln und München diskutieren ebenfalls über Fahrverbote. Möglich wurden die Dieselfahrverbote nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig, das die Aufnahme von Dieselfahrverboten in die Luftreinhaltepläne der Städte und Bezirksregierungen ermöglicht hat. Das Urteil sieht die phasenweise Einführung von Dieselfahrverboten vor. In der ersten Stufe werden demnach lediglich Diesel-Fahrzeuge bis EURO-NORM 4 verboten, in einer zweiten Stufe ab dem 01.09.2018 ist das auch für Diesel ab EURO-NORM 5 möglich. Eine finanzielle Ausgleichspflicht für die Hersteller sieht das Urteil nicht vor. Ausnahmeregelungen vom Dieselfahrverbot für bspw. Schwerbehinderte sind aber möglich.

 

Ein von der Bundesregierung beschlossenes Maßnahmenbündel vom 02.10.2018 soll Dieselfahrverbote nun verhindern. Es werden Softwareupdates, Flottenwechsel, Hardware-Nachrüstungen und Umtauschaktionen der Hersteller gefordert. Problematisch ist jedoch, dass die Autohersteller insbesondere bei der Kostenfrage für Nachrüstungen nicht mitziehen. Eine blaue Plakette sieht das Maßnahmenbündel jedoch nicht vor, aber es nimmt EURO 6 Diesel und sehr saubere Diesel von den Fahrverboten aus. Am 22.10.2018 hat die Bundesregierung angekündigt, Dieselfahrverbote per Gesetz zu verbieten. Die Entwicklung bleibt abzuwarten.

 

Während herkömmliche Techniken also in Frage gestellt werden, macht die Entwicklung und insbesondere die Digitalisierung auch vor der Automobilbranche nicht halt. Innovationen wie bspw. das digitale Fahrtenbuch sorgen für Optimierung. Sie zeichnen Pfl egefahrten automatisch auf. Die Datenübermittlung erfolgt per App. Das reduziert die Arbeitszeit. Außerdem kann ein digitales Fahrtenbuch eine Einsparung gegenüber der 1% Methode darstellen. Es ist allerdings darauf zu achten, dass das digitale Fahrtenbuch nachträglich nicht abgeändert werden kann. Falls doch, sind die Änderungen zu dokumentieren oder offen zu legen. Die Angaben des digitalen Fahrtenbuches müssen zudem zeitnah, vollständig, lückenlos und in fortlaufendem Zusammenhang erfolgen. Schließlich muss man sich mit der richtigen Bedienung eines digitalen Fahrtenbuches vertraut machen, ansonsten nützt auch die beste TÜV-Zertifi zierung nichts. Aus Gründen des Datenschutzes müssen Mitarbeiter beim Einsatz von digitalen Fahrtenbüchern entsprechend über die Datenerhebung informiert werden. Eine schriftliche freiwillige Einwilligungserklärung der Mitarbeiter in die Anwendung eines digitalen Fahrtenbuches ist hier die beste Absicherung.

 

Sie sehen, es hat sich schon viel getan und wir können gespannt sein, ob wir nicht doch irgendwann alle nur noch digital oder im E-Auto oder gar in der Luft unterwegs sein werden.

 

Anna-Lena Benner-Berns
Arbeitgeber- und BerufsVerband Privater Pflege e.V. Hannover

 


Vermietete Immobilien:
Was man aktuell beachten sollte

 

Im Rahmen der Artikel des Jahres 2019 möchten wir Ihnen einen Überblick über die steuerrechtlichen Aspekte und betriebswirtschaftlichen Ansätze bei vermieteten Immobilien geben. Beginnend mit dem steuerlichen Begriff, was überhaupt Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sind und was alles Werbungskosten sein können.

 

1.1 Allgemeines
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung von unbeweglichem Vermögen sind Einkünfte i.S.d. § 21 EStG. Dieser Paragraf erfasst generell jede Gebrauchsüberlassung von unbeweglichem Vermögen gegen Entgelt. Als unbewegliches Vermögen gelten neben bebauten Grundstücken samt Gebäuden, Gebäudeteilen und Wohnungen auch unbebaute Grundstücke. Zudem kann auch ein grundstücksgleiches Recht, wie das Erbbaurecht zu den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung gehören. Auch die Vermietung des Daches, für das Betreiben einer Solaranlage sowie Nutzungsentschädigungen für die Einräumung einer Grunddienstbarkeit zum Überspannen des Grundstücks mit Hochspannungsleitungen, zählen zu den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung.

 

1.2 Dauer
Die Vermietung eines Objektes dauert so lange, wie der Vermieter dem Mieter die Nutzung der Mietsache überlässt. Mit dem Wegfall des Nutzungsrechts ist die Vermietungszeit beendet. Bei Beendigung kann ein Aufhebungsvertrag geschlossen werden. Die Vermietung kann auch durch einseitige Kündigung erfolgen. In jedem Fall sollte zur Dokumentation der endgültigen Rückgabe ein Übergabeprotokoll erstellt werden. In diesem sollten die Mängel und Zählerstände zum Übergabezeitpunkt fixiert und von beiden Parteien gegengezeichnet werden.

 

1.3 Einkünfteermittlung/Einkunftserzielungsabsicht
Neben der reinen Nettokaltmiete zählen auch die Umlagen und Nebenentgelte für die Nebenkosten oder Betriebskosten zu den Einnahmen, die der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung zuzurechnen sind. § 21 EStG geht grundsätzlich von einer Vermietung und Verpachtung aus, die langfristig angelegt ist. Diese muss auch bei längeren Verlustphasen, gerade in den ersten Jahren, in der Regel letztlich zu positiven Einkünften führen. Die Frage nach der Einkunftserzielungsabsicht muss während der gesamten Vermietungsphase gestellt werden. Die Einnahmen sind um die Werbungskosten zu mindern. Speziell beachtet muss die Veräußerung eines Objektes in den ersten fünf Jahren werden. Hier kann davon ausgegangen werden, dass die Vermietung nicht auf Dauer angelegt war. Die Folge bei einer Veräußerung in diesem Zeitraum könnte sein, dass die nativen Einkünfte aus den ersten Jahren von Seiten des Finanzamtes nicht anerkannt werden und es somit nachträglich zu einer Anpassung der Bescheide kommt. Hieraus würde eine Steuerbelastung zuzüglich der aktuell noch fixierten 0,5 % Zinsen pro Monat auf die Steuerschuld entstehen. Sofern ein Objekt längere Zeit leer steht, muss dem Finanzamt gegenüber die Vermietungsabsicht glaubhaft gemacht werden. Dies kann durch Anzeigen, das Einschalten eines Maklers, Annoncen auf Internet-Vermietungsplattformen etc. nachgewiesen werden. Auch die Reaktion auf Mietgesuche kann als ernsthafte Vermietungsbemühung anzusehen sein. Wichtig ist, dass entsprechende Korrespondenz und Nachweise dem Finanzamt vorgelegt werden können.

 

1.4. Verbilligte Überlassung einer Wohnung – Rechtslage seit 2012
Durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 wurde die verbilligte Überlassung einer Wohnung neu geregelt. Das Entgelt für die Überlassung einer Wohnung muss mindestens 66 % der ortsüblichen Miete ausmachen, damit es sich gem. § 21 EStG um eine vollentgeltliche Vermietung handelt, und die Werbungskosten ungekürzt geltend gemacht werden können. Sofern das Nutzungsentgelt darunter liegt wird in einen entgeltlichen und einen unentgeltlichen Teil aufgeteilt. Gerade bei der Vermietung an Familienangehörige ist eine regelmäßige Überprüfung der Miethöhe, im Vergleich mit der Entwicklung der ortsüblichen Entgelte, durchzuführen.

 

1.5 Einzelfälle
Einbauküche
Die Kosten für den Einbau und den Erwerb einer Einbauküche für das vermietete Immobilienobjekt kann grundsätzlich nicht sofort als Werbungskosten abgezogen werden. Die Einbauküche ist auf 10 Jahre im Wege der Absetzung für Abnutzung im Rahmen der Einkommensteuererklärung bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abzuziehen. In Einzelfällen ist jedoch ein Antrag auf den sofortigen Abzug von Bestandteilen der Küche möglich, sofern diese eine bisher vorhandene ersetzt. Eine entsprechende Prüfung sollte je nach Sachverhalt vorgenommen werden.

 

Schuldzinsenabzug nach Veräußerung eines Mietwohngrundstücks als nachträgliche Werbungskosten Sofern das Vermietungsobjekt veräußert wurde und der Kaufpreis nicht zur vollen Tilgung, der noch bestehenden Restschuld ausreichend ist, können die Zinsen aus dieser Restschuld noch nachträgliche Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung sein. Auch wenn der Veräußerungserlös wieder für die Anschaffung eines neuen vermieteten Objektes eingesetzt wird, ist der Schuldzinsabzug in der Regel weiter zu gewähren. Ein zeitlicher Zusammenhang zwischen Verkauf und Kauf sollte gewährleistet sein, damit der Abzug möglich ist.

 

Eine bei vorzeitiger Ablöse des Darlehens entstehende Vorfälligkeitsentschädigung ist meist nicht als nachträgliche Werbungskosten abzuziehen. Daher sollte man sich frühzeitig über den möglichen Verkauf Gedanken machen und die Darlehenslaufzeiten den jeweiligen Gegebenheiten anpassen.

 

Anschaffungsnebenkosten bei unentgeltlichem Erwerb
Ein Erbe oder Beschenkter erwirbt regelmäßig Objekte unentgeltlich. Hierbei können aber Nebenkosten entstehen. Beispielsweise Grunderwerbsteuer, Notarkosten, etc. Diese sind dann wieder als AfA-Bemessungsgrundlage mit zu berücksichtigen:

  • Es gilt für übertragenen Gegenstand die AfA-Bemessungsgrundlage des Rechtsvorgängers.
  • Die Anschaffungsnebenkosten sind ebenfalls abschreibbar. Voraussetzung ist jedoch, dass sie auf ein abnutzbares Wirtschaftsgut entfallen, das der Erzielung von Einkünften dient. Bei Grundstücken ist somit immer auf einen Anteil Grund und Boden und einen Anteil Gebäude aufzuteilen.

 

1.5 Werbungskosten bei Vermietung und Verpachtung – ABC-Form (Quelle: Auszüge aus NWB)

Werbungskosten sind die Kosten, die im Rahmen der Berechnung der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung von den Einnahmen abzugsfähig sein können. Folgend ein Ausschnitt aus den gängigsten Werbungskosten im Zusammenhang mit vermieteten Objekten. Bitte beachten Sie, dass eine Aufstellung keine vollständige Aufzählung aller Möglichkeiten ist:

  • Abbruchkosten: Der Restwert eines abgebrochenen Gebäudes und die Abbruchkosten können entweder Herstellungskosten oder Werbungskosten sein.
  • Abgaben: Öffentliche Abgaben wie z.B. die Grundsteuer oder Gebühren für die Müllabfuhr stellen Werbungskosten dar.
  • Abgeltungszahlungen für ein dingliches Wohnrecht stellen grundsätzlich Werbungskosten dar.
  • Ablösezahlung für ein Erbbaurecht: Aufwendungen eines erbbauverpflichteten Grundstückseigentümers, zur Ablösung des Erbbaurechts, zählen zu den Herstellungskosten des anschließend auf dem Grundstück, nach dem Abriss, der vorhandenen Bebauung neu errichteten Gebäudes.
  • Abschreibung: Die Herstellungs- oder Anschaffungskosten des Gebäudes oder Gebäudeteils sind nur im Wege der AfA Werbungskosten. AfA bedeutet Absetzung für Abnutzung. Jedes Wirtschaftsgut, welches auf Dauer genutzt werden kann, wird steuerlich über einen fest definierten Zeitraum steuerlich „verbraucht“. Grundsätzlich beträgt die Abschreibung für Gebäude 2% pro Jahr. Grundstücke können nicht abgeschrieben werden.
  • Abstandszahlungen können Werbungskosten sein, wenn sie der vorzeitigen Räumung des Mietobjekts dienen.
  • Anbau: Aufwendungen hierfür sind grundsätzlich Herstellungskosten, also nur im Rahmen der Abschreibungen für das Gebäude zu berücksichtigen. Weiteres s. Ausbau/Umbau/Erweiterung.
  • Anzeigen können Werbungskosten sein, wenn sie dazu dienen, einen Mieter zu finden und nicht in Zusammenhang mit dem Verkauf des Mietobjekts stehen.
  • Arbeitsmittel sind Werbungskosten, wenn sie der Erhaltung der Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung dienen. Arbeitsmittel können sein: Papier, Drucker, Toner, Laptop, Aktentasche, Schreibtisch, etc..
  • Ein Arbeitszimmer stellt in der Regel keine Werbungskosten dar.
  • Beiträge zum Haus- bzw. Grundbesitzerverein sind Werbungskosten.
  • Eine Bausparvertragsabschlussgebühr kann Werbungskosten darstellen, sofern das Bauspardarlehen für ein vermietetes Objekt verwendet wird.
  • Bewirtschaftungskosten, z.B. Fahrstuhlbenutzung, Heizung, Wassergeld Schornsteinfeger, Straßenreinigung, Hausstrom, Hausmeister, Hausversicherungen etc. sind Werbungskosten. Werden diese Kosten umgelegt, zählen die Umlagen zu den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.
  • Diebstahl: Die Aufwendungen für Ersatzbeschaffung gestohlener Einbauteile gehören zu den Werbungskosten. Bei Sachschaden am Mietobjekt führen die Reparaturmaßnahmen zu sofort abziehbarem Erhaltungsaufwand.
  • Eigenleistungen stellen ersparte Aufwendungen dar und gehören nicht zu den Werbungskosten. Das hierbei verwendete Material zählt aber zu den Werbungskosten.
  • Erbbaurecht: Erbbauzinsen sind bei einer Vermietung des Gebäudes im Zeitpunkt des Abflusses als Werbungskosten abzugsfähig; beachte aber § 11 Abs. 2 Satz 3 EStG.
  • Erhaltungsaufwand liegt vor, wenn die Baumaßnahme die Wesensart des Gebäudes nicht verändert wird, das Grundstück lediglich in einem ordnungsgemäßen Zustand erhalten wird und die Aufwendungen regelmäßig in ungefähr gleicher Höhe wiederkehren; für diese Fälle gibt es eine Verteilungsmöglichkeit auf zwei bis fünf Jahre.
  • Aufwendungen für Fachliteratur stellen Werbungskosten dar.
  • Fahrtkosten: Aufwendungen für Fahrtkosten stellen Werbungskosten dar, wenn sie im Zusammenhang mit Erhaltungsaufwendungen oder Besichtigungsfahrten zum Mietobjekt stehen.
  • Aufwendungen für eine Photovoltaikanlage stellen grundsätzlich Herstellungskosten für ein eigenes Wirtschaftsgut dar und dienen einer gewerblichen Nutzung.
  • Kursverluste aus einem Fremdwährungsdarlehen stellen keine Werbungskosten dar.
  • Gartenpflege: Aufwendungen für die Instandhaltung des Gartens, die der Mieter mitbenutzen darf, stellen Erhaltungsaufwendungen dar. Für die Herstellungskosten der Gartenanlage sind Abschreibungen auf die Dauer von zehn Jahren vorzunehmen.
  • Grundbucheintragung: Kosten für die Eintragungen im Grundbuch stellen Werbungskosten dar, sofern sie mit der Eintragung einer Hypothek oder Grundschuld im Zusammenhang steht.
  • Die Grundsteuer gehört zu den Werbungskosten. Bei Umlage auf die Mieter im Rahmen der Bewirtschaftungskosten ergeben sich für den Vermieter wieder Mieteinnahmen.
  • Gutachter: Kosten für die Erstellung eines Gutachtens stellen Werbungskosten dar, wenn sie im Zusammenhang mit Erhaltungsaufwendungen stehen. Fallen sie beim Erwerb eines Grundstücks an, zählen sie zu den Anschaffungs-/Herstellungskosten.
  • Hausmeister: Die Kosten eines Hausmeisters stellen Werbungskosten dar.
  • Instandhaltungsrücklagen nach § 16 Abs. 2 WEG führen erst bei Verausgabung durch den Verwalter für Erhaltungsmaßnahmen zum Werbungskostenabzug.
  • Kontoführungsgebühren: Für ein Mietkonto oder bei einem gemischten Girokonto die auf die Vermietungsvorgänge – wie Mieten, Reparaturaufwendungen, Zinszahlungen – entfallenden Kosten sind Werbungskosten. Ggf. ist eine Aufteilung erforderlich.
  • Leerstand: Bei einem vorübergehenden Leerstand sind Werbungskosten anzunehmen. Sollte der Leerstand länger andauern, sind entsprechende Nachweise über die Vermietungsabsicht zu führen.
  • Maklerprovision: Fallen sie beim Erwerb eines Grundstücks an, zählen sie zu den Anschaffungsnebenkosten. Werbungskosten sind bei der Vermittlung von Mietern gegeben.
  • Mietrückzahlung: Zahlt der Vermieter bereits vereinnahmte Mieten zurück, handelt es sich um Werbungskosten.
  • Mieträumungskosten stellen grundsätzlich Werbungskosten dar.
  • Möbel: Aufwendungen für Einbaumöbel gehören grundsätzlich nicht zu den Gebäudeherstellungskosten. Wird eine Wohnung möbliert vermietet, bilden die AfA auf die Möbel Werbungskosten.
  • Planungskosten: Vergebliche Planungskosten gehören dann nicht zu den Herstellungskosten eines Gebäudes, wenn das ursprünglich geplante und das später errichtete Gebäude nach Zweck und Bauart völlig voneinander abweichen.
  • Prozesskosten im Zusammenhang mit Mieterstreitigkeiten, mit der Finanzierung oder mit Handwerkern, z.B. wegen Reparaturen oder Räumungsklagen, sind Werbungskosten.
  • Beiträge zu einer Risikolebensversicherung sind nicht als Werbungskosten, sondern nur beschränkt als Sonderausgaben abzugsfähig.
  • Aufwendungen für Schadensersatz zählen zu den Werbungskosten, wenn ein Zusammenhang mit dem Mietobjekt besteht, z.B. wegen Werkvertrag im Zusammenhang mit Reparaturen, vertragsbedingte Streitigkeit mit Mietern oder in Form von Vertragsstrafen mit Architekten.
  • Schönheitsreparaturen zählen zu den Werbungskosten, soweit tatsächlich vom Vermieter und nicht vom Mieter getragen.
  • Schuldzinsen gehören zu den Werbungskosten, wenn sie mit dem Mietobjekt im wirtschaftlichen Zusammenhang stehen – soweit sie mit dieser Einkunftsart in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen, das Darlehen zur Erzielung von Vermietungseinkünften aufgenommen und auch tatsächlich hierfür verwendet worden ist.
  • Steuerberatungskosten sind als Werbungskosten abzugsfähig, wenn und soweit sie bei der Ermittlung der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung anfallen.
  • Umbaukosten sind unter dem Gesichtspunkt der Erweiterung (nachträgliche) Herstellungskosten – neben Anbau und Aufstockung – auch gegeben, wenn nach Fertigstellung des Gebäudes seine nutzbare Fläche – wenn auch nur geringfügig – vergrößert wird. Auf die tatsächliche Nutzung, sowie auf den etwa noch erforderlichen finanziellen Aufwand für eine Fertigstellung zu Wohnzwecken, kommt es nicht an.
  • Umsatzsteuer: Die vom Vermieter an das FA abzuführende Umsatzsteuer-Zahllast bildet Werbungskosten. Die abzugsfähige Vorsteuer aus Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. Erhaltungsaufwendungen gehört ebenfalls zu den Werbungskosten.
  • Eine Vorfälligkeitsentschädigung kann Werbungskosten sein.
  • Verwaltungskosten stellen Werbungskosten dar (z.B. Gebühren für Müllabfuhr, Schornsteinreinigung u.ä. sowie die Grundsteuer, Büro-, Porto- und Telefonkosten und Kosten für einen Verwalter).
  • Werkzeug: Aufwendungen für Werkzeuge sind Werbungskosten, ggf. durch AfA zu verteilen, soweit sie der laufenden Instandhaltung und Instandsetzung eines Mietwohngebäudes dienen. Beispiele hierfür wären: Spaten, Bohrmaschine, Stichsäge, Akkuschrauber, etc.
  • Zweitwohnungssteuer: Die Zweitwohnungssteuer ist, mit dem auf die Vermietung der Wohnung an wechselnde Feriengäste entfallenden zeitlichen Anteil, als Werbungskosten abziehbar.

 

Mike Gottstein, Steuerberater
Fachberater für Gesundheitswesen (IBG GmbH/HS Bremerhaven)

 


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