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Außerklinische Intensivpflege – das sollte Sie beachten

Was ist außerklinische Intensivpflege?

Die außerklinische Intensivpflege ist eine 24 Stunden Versorgung von Menschen, die von einer schweren Krankheit betroffen sind. Hier werden die Patienten außerhalb eines Krankenhauses z.B.  Zuhause oder in einer betreuten Wohngemeinschaft gepflegt. Für diese Versorgung, medizinisch sowie pflegerisch, werden nur speziell dafür ausgebildetes Fachpersonal eingesetzt, die die Überwachung und Behandlung der Patienten sicherstellt, da bei diesen Patienten stehts lebensbedrohlich Komplikationen auftreten können. Die Betreuung durch geschultes Fachpersonal, medizinisch sowie pflegerisch, ist z.B. bei Kindern auch an anderen Orten wie z.B. in Kindertagesstätten oder an Schulen möglich.

Wer benötigt außerklinische Intensivpflege?

Außerklinische Intensivpflege ist notwendig für Menschen mit schweren gesundheitlichen Einschränkungen, die eine umfassende medizinische Betreuung erfordern. Dazu zählen insbesondere:
• Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen, die auf Beatmungsgeräte angewiesen sind.
• Menschen mit neurologischen Erkrankungen wie ALS, Schädel-Hirn-Trauma oder Querschnittslähmungen.
• Kinder und Erwachsene mit angeborenen oder erworbenen Erkrankungen, die eine intensive Überwachung und Pflege erfordern.
Der Pflegebedarf wird individuell durch Ärzte und Pflegefachkräfte ermittelt.

Welche Leistungen bietet die außerklinische Intensivpflege?

Die außerklinische Intensivpflege deckt ein breites Spektrum an Leistungen ab. Dazu gehören unter anderem:
• 24-Stunden-Überwachung: Permanente Überwachung der Vitalfunktionen, wie Herzfrequenz und Atmung, durch geschultes Pflegepersonal.
• Technische Versorgung: Betreuung und Wartung von Beatmungsgeräten, Trachealkanülen oder anderen medizinischen Geräten.
• Wundmanagement: Fachgerechte Versorgung von Wunden, um Infektionen vorzubeugen.
• Therapiebegleitung: Unterstützung bei physiotherapeutischen, logopädischen oder ergotherapeutischen Maßnahmen.
• Psychosoziale Betreuung: Einfühlsame Unterstützung für Patienten und Angehörige, um die emotionalen Herausforderungen der Erkrankung zu bewältigen.

Wo findet außerklinische Intensivpflege statt?

Es gibt verschiedene Optionen, um außerklinische Intensivpflege in Anspruch zu nehmen:
1. Zu Hause: Viele Patienten bevorzugen die Pflege in ihrer gewohnten Umgebung. Dies ermöglicht ihnen, im Kreis ihrer Familie zu bleiben und ein Stück Normalität zu bewahren.
2. Wohngemeinschaften für Intensivpflege: Speziell ausgestattete Wohngruppen bieten eine Alternative für Patienten, die nicht zu Hause gepflegt werden können. Diese Einrichtungen kombinieren professionelle Pflege mit einem gemeinschaftlichen Umfeld.
3. Pflegeeinrichtungen: Für manche Patienten kann eine stationäre Einrichtung die beste Wahl sein, insbesondere wenn spezielle medizinische Geräte benötigt werden.

Welche Vorteile bietet die außerklinische Intensivpflege?

Die außerklinische Intensivpflege bietet zahlreiche Vorteile:
• Lebensqualität: Patienten können in einer vertrauten Umgebung leben, was sich positiv auf ihr Wohlbefinden auswirkt.
• Individualität: Die Pflege wird individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt.
• Entlastung der Angehörigen: Professionelle Pflegekräfte übernehmen die medizinische Betreuung, wodurch Familienangehörige entlastet werden.
• Kostenersparnis: In vielen Fällen ist die außerklinische Pflege kostengünstiger als ein dauerhafter Aufenthalt im Krankenhaus.

Wie wird die außerklinische Intensivpflege finanziert?

Die Kosten für außerklinische Intensivpflege werden in der Regel von der Krankenkasse oder Pflegekasse übernommen. Voraussetzung ist eine ärztliche Verordnung, die den Bedarf an Intensivpflege nachweist. Zusätzlich können Angehörige oder Patienten bei der Pflegeberatung Unterstützung erhalten, um alle erforderlichen Anträge und Genehmigungen zu klären.

Wie finde ich einen Anbieter für außerklinische Intensivpflege?

Die Wahl des richtigen Pflegedienstes ist entscheidend für die Qualität der Versorgung. Achten Sie auf folgende Kriterien:
• Zertifizierungen und Qualifikationen: Ein seriöser Anbieter ist auf Intensivpflege spezialisiert und verfügt über geschultes Personal.
• Erreichbarkeit: Der Anbieter sollte rund um die Uhr erreichbar sein, um bei Notfällen schnell reagieren zu können.
• Individuelle Beratung: Ein guter Dienstleister erstellt ein auf den Patienten abgestimmtes Pflegekonzept.
• Erfahrungen anderer Kunden: Lesen Sie Bewertungen oder Erfahrungsberichte, um sich ein Bild über die Qualität des Pflegedienstes zu machen.

Fazit

Die außerklinische Intensivpflege ermöglicht schwerstkranken Menschen ein Leben außerhalb des Krankenhauses, indem sie professionelle Betreuung mit einem individuellen Ansatz verbindet. Sie stellt nicht nur die medizinische Versorgung sicher, sondern trägt auch maßgeblich zur Lebensqualität der Betroffenen bei. Ob zu Hause oder in spezialisierten Wohngemeinschaften – diese Pflegeform bietet eine wertvolle Alternative für Patienten und ihre Familien.

 

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