Wir machen aus Ihren Forderungen unternehmerische Werte.

Unsere Kunden erwarten von uns immer das Besondere. Zu Recht.

Newsletter Medizin 04/2016

Weihnachten kommt immer so plötzlich?

Von wegen: Vergessen Sie Halloween und den ganzen vorweihnachtlichen Kram: Zelebrieren Sie Weihnachten bereits im August! Selfridges in London hat dieses Jahr bereits Anfang August seinen legendären Weihnachtsmarkt eröffnet – und was da in der Oxford Street zu sehen ist, übersteigt bei weitem die Vorstellungen, die man in der Hitze des Sommers am Baggersee gemeinhin so entwickelt.

 

Wir gehören nicht zu den „early birds“ und sind da wertekonservativ. Wir schätzen das Pünktliche, nicht nur in unserer Arbeit: Weihnachten soll nur kommen, aber bitte erst im Dezember. Wir sind auch sonst treue Partner, daher unterstützen wir auch dieses Jahr wieder Ärzte ohne Grenzen, feiern mit unseren Mitarbeitern ein inniges Fest und freuen uns über jeden neuen Kunden, genau so, wie im Jahr zuvor. Auch unsere Preise bleiben im Rahmen und stabil – und unsere Expansion schreitet voran. So soll es auch bleiben, da sind wir sogar auch noch wertestabil – und stolz darauf. Wir bedanken uns daher sehr für Ihre Treue und die gute Zusammenarbeit und meinen dies auch so. Wir wünschen Ihnen alles Gute für das kommende Jahr, für Sie, Ihre Familie und all Ihre Mitarbeiter.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Manfred Reiss
Geschäftsführer
Michael Reiss
Geschäftsführer

 


Faktorerhöhung bei schwierigen Blutentnahmen?

 

Patienten mit schwierigen Venenverhältnissen, bei denen eine Blutentnahme zur Herausforderung für Arzt und Personal werden kann – das kennt fast jede Praxis. Gut, enn diese Umstände in der jeweiligen Patientenakte dokumentiert sind, denn wie (fast) jede Leistungsziffer in der GOÄ, lässt sich auch die venöse Blutentnahme (GOÄ-Nr. 250) wegen erhöhter Schwierigkeit bei der Leistungserbringung mit einem vom Schwellenwert/Mittelwert abweichenden Abrechnungsfaktor berechnen.

 

„Technischer“ Gebührenrahmen
Beim „Steigern“ ist zu beachten, dass die GOÄ-Nr. 250 (Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene) dem „technischen“ Gebührenrahmen zugeordnet ist (Leistung aus dem Abschnitt A der GOÄ). Dieser beinhaltet Abrechnungsfaktoren zwischen dem 1,0fachen (= 2,33 E) bis 2,5fachen (= 5,83 E) des Gebührensatzes, wobei der Schwellenwert/Mittelwert beim 1,8fachen (= 4,20 E) des Gebührensatzes liegt.

 

Begründung erforderlich
Wird wegen der besonderen Schwierigkeit bei der Venenpunktion ein Abrechnungsfaktor oberhalb von 1,8 gewählt, erfordert dies eine patientenindividuelle Begründung in der Rechnung, z. B. Schwierige Venenpunktion wegen …

 

2,3fach weil´s die Chefin/der Chef gemacht hat?
Die GOÄ-Nr. 250 gilt als „technische“ Leistung, weil sie nicht nur im Abschnitt C II. GOÄ bei den Blutentnahmen etc. aufgeführt ist, sondern auch im Abschnitt A GOÄ bei den „Gebühren in besonderen Fällen“. Aus der „technischen“ Leistung eine „ärztliche“ Leistung mit dem Schwellenwert 2,3fach zu machen, weil die Chefin oder der Chef die Blutentnahme höchstpersönlich erbracht hat, ist nicht möglich.

 

Steigerungskriterien aus § 5 (2) GOÄ sind entscheidend
Entscheidend für die Wahl des Abrechnungsfaktors ist nicht die Person des Leistungserbringers, sondern die Schwierigkeit bei der Leistungserbringung, der damit verbundene Zeitaufwand und ggf. die Umstände bei der Ausführung (z. B. im Notfall auf offener Straße).

 


Zuschlag A beim Hausbesuch: Das geht!

 

Zuschlag A zu Beratungen und Untersuchungen außerhalb der Sprechstunde
Der Zuschlag A (4,08 €) honoriert die Erbringung von Beratungs- und Untersuchungsleistungen außerhalb der Sprechstunde und bezieht sich auf die GOÄ-Nrn. 1, 3, 4, 5, 6, 7 und 8. Da Hausbesuche (GOÄ-Nrn. 50 – Besuch, 51 – Besuch eines weiteren Kranken in derselben häuslichen Gemeinschaft) in der Regel außerhalb der Sprechstunde durchgeführt werden, ist der Zuschlag A dementsprechend auch nicht zu den Besuchsziffern berechnungsfähig.

 

„Große“ Untersuchung oder Fremdanamnese während des Hausbesuchs
Anders verhält es sich, wenn während eines Hausbesuchs eine Leistung nach GOÄ-Nr. 4 (Fremdanamnese und/oder Unterweisung und Führung der Bezugsperson(en)), 6 (vollständige körperliche Untersuchung eines Organsystems z. B. Nieren und ableitende Harnwege), 7 (vollständige körperliche Untersuchung eines Organsystems z. B. Bauchorgane) oder 8 (Ganzkörperstatus) erbracht wurde. In diesem Fall kann der Zuschlag A zu einer der GOÄ-Nrn. 4, 6, 7 oder 8 abgerechnet werden.

 

Beschluss der Bundesärztekammer
Der hier aufgeführte Abrechnungsvorschlag entspricht dem Beschluss des Gebührenordnungsausschusses der Bundesärztekammer, 5. Sitzung vom 13. März 1996.

 

Beispiele möglicher Abrechnungskombinationen:

 

GOÄ-Nr. 50 + Zuschlag A: Nein
GOÄ-Nr. 50 + *GOÄ-Nr. 5 + Zuschlag A: Nein
GOÄ-Nr. 50 + GOÄ-Nr. 4 + Zuschlag A: Ja
GOÄ-Nr. 50 + GOÄ-Nr. 6 + Zuschlag A: Ja
GOÄ-Nr. 50 + GOÄ-Nr. 7 + Zuschlag A: Ja
GOÄ-Nr. 50 + GOÄ-Nr. 8 + Zuschlag A: Ja
GOÄ-Nr. 50 + GOÄ-Nr. 4 + GOÄ-Nr. 6 + Zuschlag A (1x): Ja
GOÄ-Nr. 50 + GOÄ-Nr. 4 + GOÄ-Nr. 7 + Zuschlag A (1x): Ja
GOÄ-Nr. 50 + GOÄ-Nr. 4 + GOÄ-Nr. 8 + Zuschlag A (1x): Ja
GOÄ-Nr. 50 + GOÄ-Nr. 34 + Zuschlag A: Nein
*GOÄ-Nr. 5 ist neben GOÄ-Nr. 50 nicht berechnungsfähig.

 


Müssen ärztliche Leistungen immer in Rechnung gestellt werden?

 

Klares Jein
Die Antwort auf diese Frage ist ein klares Jein und wird von der Berufsordnung der Deutschen Ärztinnen und Ärzte geliefert: „Ärztinnen und Ärzte können Verwandten, Kolleginnen und Kollegen, deren Angehörigen und mittellosen Patientinnen und Patienten das Honorar ganz oder teilweise erlassen.“

 

Können, nicht müssen
Umgekehrt lässt sich jedoch keine Verpflichtung zum Honorarverzicht bei Kolleginnen und Kollegen usw. aus der Berufsordnung ableiten. Auf das ärztliche Honorar kann hier zwar verzichtet werden, von einem „Müssen“ ist aber keine Rede.

 

Rechnung bei Verwandten
Natürlich darf auch Verwandten das ärztliche Honorar in Rechnung gestellt werden, wenn dies auch eher unüblich ist. Ob diese Rechnungen von der PKV erstattet werden, hängt von den jeweiligen Versicherungsbedingungen ab. Häufig werden Rechnungen unter Verwandten von der Erstattung ausgeschlossen, um einem möglichen Missbrauch vorzubeugen.

 

Rechnung in allen anderen Fällen
Damit ist klargestellt, dass ärztliche Leistungen gegenüber anderen als dem hier genannten Personenkreis stets in Rechnung gestellt werden müssen. Geschieht dies nicht, käme dies einem unlauteren Wettbewerb gleich.

 

Angestelltenverhältnis?
Zustimmung des Dienstherrn empfehlenswert!

Werden ärztliche Leistungen im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses erbracht z. B. im Krankenhaus, so ist bei Erlass der Behandlungskosten das vorherige Einholen einer Zustimmung durch den Dienstherrn empfehlenswert.

 


Hier können Sie den kompletten Newsletter als PDF-Dokument herunterladen.


Quelle:
Daisy – Akademie und Verlag

 
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