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Magazin up date 03/2017

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Datenschutz

Was wäre Ihnen lieber:
Big brother oder der große Bruder, der auf Sie aufpasst?

 

Anfang diesen Jahres hat die Bundesregierung eine umwälzende Reform des deutschen Datenschutzrechts zur Umsetzung der EU-Richtlinie beschlossen. Am 5. Juli wurde das Datenschutz-Anpassungs- und Umsetzungsgesetz im Bundesgesetzblatt veröffentlicht, das Gesetz wird am 25. Mai 2018 parallel zur EU Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) in Kraft treten. Aktuell mussten wir uns als datenverarbeitendes Unternehmen auf diese Umstellung und auf die Auswirkungen dieser europäischen Datenschutzreformen gründlich vorbereiten.

 

Grundsätzlich besteht die Verpflichtung für Unternehmen, die mindestens zehn Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigen, regelmäßig einen Datenschutzbeauftragten zu benennen.

 

Dies allein genügt uns und unserem nachhaltigen persönlichen Anspruch nicht. Schon seit Jahren erfüllen wir weiter reichende Standards als bislang gesetzlich verlangt wurde. Um uns jetzt auf die kommende, veränderte Rechtslage genauestens und v.a. sicher vorzubereiten, haben wir einen Dienstleister gebeten, uns für diese Aufgabe fit zu machen.

 

Dieses Prozedere ist einer Konsultation beim Arzt nicht unähnlich: Einer gründlichen Anamnese oder der Analyse folgt die Diagnose oder der Befund, danach die Heilbehandlung oder die Maßnahme. Diese Analyse erfasst das Unternehmen in seiner ganzheitlichen Form und nicht, wie man annehmen könnte, nur die Patientenrechnungen und deren Inhalte.

 

Es betrifft: Das Gebäude selbst mit seinen Zutrittsberechtigungen und Zutrittskontrollen, den IT-Systemen, der IT-Struktur mit seinen Anwendungen und Abgrenzungen, den verarbeiteten Datensätzen, die Aktenführung selbst, die Sicherungen und Dokumentationen mit all ihren Verschlüsselungen, die internen und externen Mitarbeiter und Dienstleister, deren Verhalten und nicht zuletzt auch deren persönliche Daten finden unter dem Dach unseres Datenschutzkonzeptes Platz.

 

Die Fremdanalyse unseres „Datenschutzkörpers“ fiel nun durchweg positiv aus: Wir sind durch unser bisheriges sportlich-engagiertes Verhalten fit und kerngesund, werden aber noch einen zusätzlichen Kurs in Datenfitness belegen, um den neuen Anforderungen im nächsten Jahr gerecht zu werden. Im Wissen, dass diese Form der Prävention uns weiterhin schützt, werden wir uns auch zukünftig diesem „Check“ unterziehen.

 

Wir sind uns der Verantwortung des Umgangs mit fremden Daten bewusst und haben alle organisatorischen Maßnahmen darauf ausgerichtet, hier – wie in allen anderen Bereichen auch – stets seriös und verantwortungsvoll zu agieren. Sie können sich sicher sein, dass wir in diesem Segment immer alles tun, was aktuell umsetzbar ist.

 

Wenn Sie Fragen dazu haben, melden Sie sich bitte.
Wir stehen Ihnen auch hier gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Manfred Reiss
Geschäftsführer
Michael Reiss
Geschäftsführer

 


Aus dem Inhalt

 


Auf dem Weg in Ihre Praxis:
Das Gemeindepsychiatrische Zentrum Friedrichshafen gGmbH ist unser logistischer Unterstützer bei der Versendung dieses Magazins.

 

Wie kommt dieses Heft zu Ihnen in Ihre Praxis?
Der Weg ist weit, bis ein solches Heft wie dieses, das Sie in Händen halten, endlich fertig ist. Texte schreiben, Redaktion, Bebilderung, Druck
und Versand. Das Meiste stemmen wir allein, unsere Refenten und die Fachabteilungen sind da sehr engagiert. Manche Dinge sind aber mit eigenem Personal nicht mehr bewältigbar, z.B. der Versand. Es sind über 320 Kilogramm, die aktuell mit diesem Heft bewegt werden und so haben wir seit Anfang des Jahres einen wunderbaren Dienstleister für diesen Bereich, den wir Ihnen gerne hiermit vorstellen möchten:

 

Gemeindepsychiatrische Zentrum Friedrichshafen

 

Die GPZ Friedrichshafen gGmbH, zugelassener Träger nach dem Recht der Arbeitsförderung und anerkannte Werkstatt für psychisch behinderte Menschen (WfbM), übernimmt Bildungs-, Qualifizierungs- und Teilhabemöglichkeiten in unterschiedlichen Arbeitsfeldern und tagesgestaltende Angebote und versendet unser up date seit der Ausgabe 1. Im GPZ Friedrichshafen können Menschen, die aufgrund einer Erkrankung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können, durch eine berufliche Rehabilitationsmaßnahme wieder ins Arbeitsleben zurück finden. Neben der Qualifizierung am Arbeitsplatz wird die jeweilige Maßnahme immer von unterschiedlichen Bildungs- und Qualifizierungsbausteinen begleitet.

 

Das vorhandene Beschäftigungsangebot im GPZ gliedert sich in verschiedene Arbeitsfelder mit einem wirklich sehr breiten Angebotsspektrum, stets geführt und begleitet von fachlich kompetenten Gruppenleitern:

 

  • Das Arbeitsfeld „Gastro und Tagung“ betreibt ein Tagescafé und einen Frühstücks- und Mittagstisch, der mit seinen täglich frisch zubereiteten Speisen auch für die breite Öffentlichkeit zugänglich ist und von den Friedrichshafenern gerne frequentiert wird. Das Tagungszentrum vermietet Räumlichkeiten für Tagungen, Konferenzen und Schulungen inklusive kompletter Bewirtung.
  • Im Bereich „Handwerksdienste“ kann man vom Umzugsservice bis zu Holz-, Maler- und Gartenarbeiten oder kleinen Reparaturen verschiedenste Dienstleistungen durchführen lassen.
  • Im Arbeitsfeld „Industrielle Fertigung“ werden für Industriekunden Montage- und Konfektionierungsarbeiten durchführt. Außerdem gehören Verpackungen und Kontrolltätigkeiten zum Serviceangebot.
  • In der Abteilung „Papierwelt“ werden vielfältige Bürodienstleistungen angeboten. Das Angebot reicht von Papier- und Textildruck, Archivierung bis zur Werbetechnik. Auch Waren aus dem Bereich hochwertiger Papeterie und wirklich sehr schöne selbst gebastelte Papierobjekte und Karten werden dort im Shop verkauft. In dieser Abteilung wird auch unser Heft verpackt und versendet.

Gesamt sind so im Schnitt 180 Menschen im GPZ beschäftigt, neben 40 Personen in 5 verschiedenen Abteilungen zzgl. Leitung und Verwaltung. An unserem Heft arbeiten meist 8 bis 15 Personen.

 

Wir sind diesen stets zuverlässigen, fleißigen Helfern wirklich sehr dankbar, denn wir könnten diese Mengen gar nicht mehr selbst bewältigen. Alle arbeiten zudem mit so viel Liebe und Präzision am Versand des Hefts, dass Sie es eigentlich spüren müssten beim Lesen, dass die Arbeit am Projekt up date wirklich Spaß und Freude gemacht hat.

 

Danke an alle fleißigen Hände und an unsere dortige Projektleiterin Sarah Heim!

 


Die Zukunft der Zahnheilkunde ist digital

 

Die GOZ Position 0065 wurde neu in die GOZ 2012 aufgenommen.

 

Optisch-elektronische Abformung einschließlich vorbereitender Maßnahmen, einfache digitale Bissregistrierung und Archivierung, je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich.

 

Bei der optisch-elektronischen Abformung handelt es sich um „digitale“ Abformverfahren mithilfe lichtoptisch arbeitender Scansysteme.

 

Der große Vorteil beim Scannen (gegenüber der herkömmlichen Abformung) liegt in der Möglichkeit, nicht optimal abgeformte Areale selektiv nachscannen zu können.

 

Sie ist in Relation zur konventionellen Abformung eines Kiefers nach der GOZ-Nr. 0050 um ein Drittel niedriger bewertet. Die GOZ-Nr. 0065 kann jedoch je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich berechnet werden, was im Falle von Scans in beiden Quadranten eines Kiefers zu einer etwas höheren Bewertung als die GOZ-Nr. 0050 führt.

 

Bei einer Berechnung für eine komplette Abformung beider Kiefer ist sie nur geringfügig besser bewertet als die Abformung nach GOZ-Nr. 0060. Die Leistung wird je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich berechnet und kann gegebenenfalls bis zu viermal je Sitzung (1-mal je Quadrant) anfallen. Ist in einer nachfolgenden Sitzung die medizinische Notwendigkeit gegeben, so kann diese erneut berechnet werden.

 

Die Berechnungsbestimmung zur GOZ-Nr. 0065 stellt klar, dass konventionelle Abformungen nach den GOZ-Nrn. 0050 und 0060 und anatomisch/funktionelle Abformungen nach den GOZ-Nrn. 5170 bis 5190 für dieselbe Kieferhälfte oder denselben Frontzahnbereich nicht neben einer optisch-elektronischen Abformung berechnungsfähig sind.

 

Wird im selben Kiefer eine Kieferhälfte oder ein Frontzahnbereich digital nach der GOZ-Nr. 0065 abgeformt und die andere Kieferhälfte konventionell, so sind beide Abformverfahren nebeneinander berechnungsfähig. Verbrauchte Abformmaterialien für konventionelle Abformungen sind zusätzlich berechenbar.

 

Problematisch ist der gegenseitige Leistungsausschluss der konventionellen und der digitalen Abformung zu sehen, wenn in der gleichen Kieferhälfte bzw. dem gleichen Frontzahnbereich z. B. eine optisch-elektronische Abformung für die Herstellung von einem Cerec-Inlay und an anderen Zähnen eine konventionelle Abformung zur Herstellung z. B. einer Metallkeramik-Brücke notwendig ist.

 

In einem solchen Fall ist dann die GOZ-Nr. 0065 neben einer konventionellen Abformung in derselben Kieferhälfte möglich, sollte aber genau dokumentiert werden und evtl. auch auf der Rechnung begründet werden.

 

Die einfache Registrierung der Bissverhältnisse auf digitalem Weg ist nicht gesondert berechnungsfähig. Darüber hinausgehende Bissregistrierungen sind jedoch nicht inbegriffen und können zusätzlich berechnet werden.

 

Nicht enthalten ist die elektronische Auswertung zur Diagnose und Planung, die ggf. gemäß § 6 Abs. 1 GOZ analog berechnet werden kann. Eine Leistung nach der GOZ-Nr. 0065 ist mit Versicherten der GKV vereinbarungsfähig, da eine vergleichbare Leistung im Sachleistungskatalog der GKV nicht enthalten ist.

 

Die Vereinbarung einer Leistung nach GOZ-Nr. 0065 führt zur Einstufung als gleichartige Versorgung. Sie führt aber nicht dazu, dass Regelversorgungsbestandteile, beispielsweise eine Krone nach BEMA, nach GOZ abgerechnet werden können.

 

Für Versicherte, die gem. § 55 Abs. 2 SGB V unzumutbar belastet würden (sog. Härtefälle) gilt: Die Einstufung als gleichartige Versorgung reduziert den Leistungsanspruch des Versicherten auf den doppelten Festzuschuss.

 


„Einmalige Verwendbarkeit“ von Wurzelkanalinstrumenten

 

Die Formulierung „nur einmal verwendbar“ wird von PKVen immer wieder dahingehend interpretiert, dass nur solche Nickel-Titan-Instrumente berechnungsfähig wären, die speziell für den Einmalgebrauch deklariert sind.

 

Mit der gebührenrechtlichen Definition des Begriffs der „einmaligen Verwendung“ hat sich nun die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) auseinandergesetzt:

 

Gebührenrechtliche Definition des Begriffes „Einmalige Verwendbarkeit“ im Zusammenhang mit der Abrechnungsbestimmung im Gebührenabschnitt „C“ der GOZ.

 

Der Zahnarzt bestimmt und verantwortet die Art und Weise des Einsatzes der zu verwendenden Wurzelkanalinstrumente. Er entscheidet auch über die Häufigkeit des Einsatzes wiederaufbereitbarer Instrumente im sachangemessenen Rahmen.

 

Es können nicht nur einmal verwendbare Nickel-Titan-Wurzelkanalinstrumente, sondern auch wiederaufbereitbare Nickel-Titan-Wurzelkanalinstrumente berechnet werden, wenn diese ausschließlich erst – und einmalig zum Einsatz kommen und anschließend verworfen werden. Wiederaufbereitete Wurzelkanalinstrumente können nicht berechnet werden.

 

Die Anzahl der verwendeten Nickel-Titan-Wurzelkanalinstrumente und deren Berechnung je Behandlungsfall ergibt sich sowohl aus der Anzahl der aufbereiteten Wurzelkanäle je Zahn wie auch der Anzahl der verwendeten Instrumente je Kanal.

 

Begründung:
Der Verordnungsgeber stellt in der GOZ 2012 dem Gebührenabschnitt „C“ folgende „Allgemeine Bestimmung“ voran:

 

Nur einmal verwendbare Nickel-Titan-Instrumente zur Wurzelkanalaufbereitung sind gesondert berechnungsfähig.

 

Mit diesem Satz wird Bezug genommen auf § 4, Abs. 3, Satz 1 GOZ, nach dem nur in den Fällen keine Abgeltung der Materialkosten mit den jeweiligen Gebühren erfolgt, in denen dies durch eine Bestimmung in der GOZ festgelegt wird. Mit anderen Worten: …in denen eine Berechnung von Materialkosten nur in den Fällen zulässig ist, bei denen dies durch eine entsprechende Bestimmung ermöglicht wird.

 

Abgesehen von der durch gesicherte BGH-Rechtsprechung eröffneten Berechnungsfähigkeit von Materialkosten, wenn diese das zahnärztliche Honorar in Höhe des 2,3fachen des Einfachsatzes der zu Grunde liegenden Gebühr zu 75 % überschreiten (sog. „Überforderungsklausel“), können Materialkosten nur nach ausdrücklicher Erwähnung durch Abrechnungsbestimmung in der GOZ berechnet werden.

 

Die o.a. Bestimmung berücksichtigt den typischerweise hohen spezifischen Kostenaufwand, der bei moderner Endodontie in komplexen Wurzelkanalsystemen anfällt. Nickel-Titan-Wurzelkanalinstrumente gibt es in unterschiedlichen Arten, Formen, Längen und Größen, sowohl als Handinstrumente, wie auch für den maschinellen Einsatz.

 

Bei beiden Gruppen gibt es für mehrfachen Einsatz wiederaufbereitbare Instrumente wie auch solche, die nach einmaliger Verwendung verbraucht sind und die kein zweites Mal zum Einsatz kommen können.

 

Diese Eigenschaft wird vom Hersteller produktspezifisch festgelegt und ausgewiesen.

 

Die einmalige Verwendung dient dabei sowohl der Gewährleistung stets hoher Schneidleistung wie auch möglichst hoher Bruchfestigkeit durch Vermeidung langfristig auftretender Materialermüdung durch zunehmenden Materialstress. Zudem kann das Instrument der Verpackung steril entnommen werden.

 

Unter Zugrundelegung dieser Kriterien unterscheiden sich wiederaufbereitbare Nickel-Titan-Wurzelkanalinstrumente in ihrem Ersteinsatz nicht von nicht wiederaufbereitbaren Instrumenten. Sie sind in gleicher Weise schneidfähig, bruchsicher und steril. Insofern fallen auch wiederaufbereitbare Nickel-Titan-Wurzelkanalinstrumente im einmaligen Ersteinsatz unter die o.a. Abrechnungsbestimmung.

 

Ausschuss Gebührenrecht der Bundeszahnärztekammer
Stand: Juni 2017

 


Dental Talk: Sie fragen und wir antworten!

 

Darf man die GOZ 5170 mehrfach berechnen?
Ja, die Leistung kann ggf. mehrfach anfallen und daher je notwendiger Abformung berechnet werden, z.B. zur Qualitätssicherung.

 

Wie wird die intraligamentäre Anästhesie abgerechnet?
Bema: Nr. 40 einmal je Zahn
GOZ: Nr. 0090 mit entsprechendem Begründungshinweis auch mehrfach pro Zahn und Sitzung.

 

Muss für den dentinadhäsiven Aufbau die GOZ 2180 und GOZ 2197 in Ansatz gebracht werden?
Nein, die Dentinadhäsive Aufbaufüllung in Mehrschichttechnik ist in der GOZ nicht beschrieben und kann deshalb gemäß § 6 Abs. 1 GOZ analog berechnet werden.

 

Kann das Entfernen einer frakturierten Zahnwand berechnet werden?
Ja, mit der GOÄ-Nr. Ä2009 oder Ä2010 ohne anschließende Restauration. Mit anschließender Restauration (Füllung) des Zahnes ist die Entfernung einer abgebrochenen/frakturierten Zahnwand Leistungsbestandteil der Restauration.

 

Ist es möglich die GOZ 3300 neben der GOZ 3290 abzurechnen?
Ja, erfolgt nach einer Wundkontrolle GOZ 3290 eine weitere selbstständige Leistung, wie z. B. Reinigung der Wunde, Nahtentfernung, kann die GOZ 3300 zusätzlich berechnet werden, auch wenn beide Maßnahmen im selben Wundgebiet erbracht wurden.

 

Darf der Leistungstext einer Gebührennummer individuell gekürzt werden?
Nein, es dürfen nur Abkürzungen der einzelnen Wörter benutzt werden, der Originaltext muss erhalten bleiben.

 

Kann die Glattflächenversiegelung analog berechnet werden?
Nein, die Glattflächenversiegelung ist Leistungsinhalt der GOZ 2000.

 

Löst eine Abdrucknahme mit Prothese die GOZ 5180/5190 aus?
Ja, wird im Zusammenhang mit Unterfütterungsmaßnahmen die vorhandene Prothese zu einem individuellen Löffel umgestaltet (z. B. durch Rand- oder Basiskürzung/-veränderung) und damit eine funktionelle Abformung vorgenommen.

 


Yes, we speak GOÄnglisch
Wie Sie die „Sprache“ in der GOÄ richtig verstehen und interpretieren

 

Formulierung: „und“, „sowie“, „einschließlich“, „mit“
Anforderung an die Abrechnung: Alle in der Leistungslegende aufgeführten Bestandteile müssen erfüllt werden
Beispiel: GOÄ-Nr. 7; Vollständige körperl. Untersuchung, z. B. Stütz- u. Bewegungsorgane
Leistungszifferntext: Inspektion, Palpation und orientierende Funktionsprüfung der Gelenke und der Wirbelsäule einschließlich Prüfung der Reflexe

 

Formulierung: „ggf. einschließlich“, „auch einschließlich“, „auch mit“, „ggf. auch unter“
Anforderung an die Abrechnung: Die nach der Formulierung aufgeführten Leistungsbestandteile müssen nicht zwingend erbracht werden. Werden sie aber erbracht, sind sie nicht zusätzlich berechnungsfähig.
Beispiel: GOÄ-Nr. 34 Erörterung
Leistungszifferntext: Erörterung (Dauer mind. 20 Minuten) der Auswirkungen einer Krankheit auf die Lebensgestaltung … ggf. Planung eines operativen Eingriffs und Abwägung seiner Konsequenzen und Risiken, … ggf. unter Einbeziehung von Bezugsperson(en)

 

Formulierung: „und/oder“
Anforderung an die Abrechnung: Es ist ausreichend, wenn nur eines der vor bzw. nach der Formulierung genannten Leistungsinhalte erbracht wird. Werden alle Leistungsinhalte erbracht, ist die GOÄ-Nummer deswegen dennoch nicht mehrfach berechnungsfähig.
Beispiel: GOÄ-Nr. 4 Fremdanamnese …
Leistungszifferntext: Erhebung der Fremdanamnese über einen Kranken und/oder Unterweisung und Führung der Bezugsperson(en) …

 

Formulierung: „beidseitig“
Anforderung an die Abrechnung: Der Leistungsinhalt muss zwingend beidseitig erbracht werden.
Beispiel: GOÄ-Nr. 6 Vollständige körperliche Untersuchung, z. B. Augen
Leistungszifferntext: Beidseitige Inspektion des äußeren Auges, beidseitige Untersuchung der vorderen und mittleren Augenabschnitte sowie des Augenhintergrunds

 

Formulierung: „auch beidseitig“
Anforderung an die Abrechnung: Die Leistung ist nur auf einer Seite zwingend zu erbringen; die Leistungserbringung auf der anderen Seite ist fakultativ. Wird die Leistung beidseitig erbracht, ist die GOÄ-Nummer dennoch nur 1x berechnungsfähig.
Beispiel: GOÄ-Nr. 1404 Sprachaudiometrie
Leistungszifferntext: Sprachaudiometrische Untersuchung, auch beidseitig, (Ermittlung des Hörverlustes für Sprache und des Diskriminationsverlustes nach DIN-Norm, getrennt für das rechte und linke Ohr über Kopfhörer, erforderlichenfalls auch über Knochenleitung, ggf. einschl. Prüfung des beidohrigen Satzverständnisses über Lautsprecher)

 

Formulierung: „zusätzlich zu“
Anforderung an die Abrechnung: Eine GOÄ-Nummer mit dieser Formulierung kann nur dann abgerechnet werden, wenn eine bestimmte andere GOÄ-Nummer zuvor erbracht bzw. abgerechnet wurde.
Beispiel: GOÄ-Nr. 696 Schlingenbiopsie
Leistungszifferntext: Entfernung eines oder mehrerer Polypen oder Schlingenbiopsie mittels Hochfrequenzelektroschlinge, ggf. einschl. Probeexzision und/oder Probepunktion – zusätzlich zu Nr. 690

 

Formulierung: „je Sitzung“
Anforderung an die Abrechnung: Die Leistung ist während einer einheitlichen Inanspruchnahme des Arztes nur 1x berechnungsfähig.
Beispiel: GOÄ-Nr. 269 Akupunktur
Leistungszifferntext: Akupunktur (Nadelstich-Technik) zur Behandlung von Schmerzen, je Sitzung

 

Formulierung: „in mehreren Sitzungen“, „auch in mehreren Sitzungen“
Anforderung an die Abrechnung: Die Leistung kann während mehrerer Arzt-Patienten-Kontakte erbracht werden. Eine entsprechend mehrfache Abrechnung ist jedoch nicht möglich
Beispiel: GOÄ-Nr. 860 Biographische Anamnese
Leistungszifferntext: Erhebung einer biographischen Anamnese unter neurosenpsychologischen Gesichtspunkten mit schriftlicher Aufzeichnung zur Einleitung und Indikationsstellung bei tiefenpsychologisch fundierter und analytischer Psychotherapie, auch in mehreren Sitzungen

 

Formulierung: „als einzige Leistung“, „als alleinige Leistung“
Anforderung an die Abrechnung: Diese Leistung darf während einer einheitlichen Inanspruchnahme mit keiner anderen Leistung in Kombination abgerechnet werden.
Beispiel: GOÄ-Nr. 3 Eingehende Beratung, mind. 10 Minuten
Leistungszifferntext: Eingehende, das gewöhnliche Maß übersteigende Beratung – auch mittels Fernsprecher Die Leistung nach Nummer 3 (Dauer mind. 10 Minuten) ist nur berechnungsfähig als einzige Leistung oder im Zusammenhang mit einer Untersuchung nach den Nummern 5, 6, 7, 8, 800 oder 801. Eine mehr als einmalige Berechnung im Behandlungsfall bedarf einer besonderen Begründung.

 

Formulierung: „als selbständige Leistung“
Anforderung an die Abrechnung: Die Leistung darf nicht Teilleistung einer anderen GOÄ-Nummer sein, die im selben zeitlichen Zusammenhang ebenfalls abgerechnet wird.
Beispiel: GOÄ-Nr. 2072 Offene Sehnen- oder Muskeldurchschneidung im Zusammenhang mit GOÄ-Nr. 3200 (Appendektomie) für das Eröffnen der Bauchdecken (Zugangsleistung!)
Leistungszifferntext: Offene Sehnen- oder Muskeldurchschneidung

 


Sonderfall: Die Abrechnung der Implantat-Ohr-Akupunktur

 

Leistung ist in der GOÄ nicht enthalten
Die Leistung der Implantat-Ohr-Akupunktur ist, wie so viele naturheilkundliche Therapien, im Leistungsverzeichnis der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) nicht aufgeführt. Eine analoge Abrechnung gem. § 6 (2) GOÄ ist daher geboten.

 

Urteil OLG Naumburg
Das OLG Naumburg hat mit Urteil Az. 1 U 9/08 festgestellt, dass die Abrechnung der Implantat-Ohr-Akupunktur analog mit der GOÄ-Nummer 269a (Akupunktur (Nadelstich-Technik) mit einer Mindestdauer von 20 Minuten zur Behandlung von Schmerzen, je Sitzung) erfolgen müsse. Als angemessen sah das Gericht in diesem Zusammenhang auch den regelmäßigen Ansatz des 3,5fachen Steigerungsfaktors. Dieser sei wegen des erheblich höheren Zeitaufwandes gegenüber der in der Original-GOÄ-Nummer 269a beschriebenen Nadelstich-Technik angemessen.

 

Material extra berechnen!
Für die bei der Behandlung jeweils verbrauchten Implantatnadeln, können die Kosten als Auslagen gem. § 10 GOÄ zum Selbstkostenpreis zusätzlich in Rechnung gestellt werden.

 


Kein Zahlungsanspruch ohne Unterschrift – oder doch?
Inhalts- und Formvorschriften bei Heil- und Kostenplänen

 

Grundsatz:
Bei zahnmedizinisch nicht notwendigen Leistungen muss ein detaillierter HKP vor Behandlungsbeginn von Patient und Zahnarzt unterschrieben werden.

 

Ausgangssituation
Nach § 2 Abs. 3 der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) kann ein Zahnarzt Leistungen erbringen, die über das zahnmedizinisch Notwendige im Sinne des § 1 Abs. 2 Satz 1 GOZ hinausgehen; er muss in einem solchen Fall jedoch vor Behandlungsbeginn einen detaillierten schriftlichen Heil- und Kostenplan (HKP) erstellen und den HKP sowohl selbst unterzeichnen, als auch von dem Patienten unterschreiben lassen. Der HKP muss zudem die einzelnen Leistungen und Vergütungen sowie die Feststellung enthalten, dass es sich um Verlangensleistungen handelt und eine Erstattung möglicherweise nicht gewährleistet ist.

 

Ohne das Einhalten der gesetzlichen Schriftform ist der HKP und somit der Zahlungsanspruch gegen den Patienten nichtig und kann grundsätzlich nicht gerichtlich durchgesetzt werden. Neben § 2 Abs. 3 GOZ nennen auch § 87 Abs. 1a Satz 3 SGB V in Verbindung mit Anlage 3 BMV-Z bzw. Anlage 4 EKV-Z bei der Versorgung gesetzlich krankenversicherter Patienten mit Zahnersatz die Pflicht zur Erstellung eines detaillierten HKP vor Behandlungsbeginn. Diese Pflicht hat nunmehr auch der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 03.11.2016, Az. III ZR 286/15, nochmals betont. Der BGH hat jedoch eine Ausnahme von den strikten gesetzlichen Form- und Inhaltsvorschriften zugelassen und dem betroffenen Zahnarzt dennoch einen Vergütungsanspruch zugesprochen:

 

Sachverhalt
Eine gesetzlich krankenversicherte Patientin suchte einen Zahnarzt zur Vornahme von zahnprothetischen Leistungen auf. Daraufhin erstellte der Zahnarzt einen HKP, dessen Teil 2 zusätzliche, zahnmedizinische nicht notwendige Arbeiten (mehrflächige Keramikverblendung sowie eine keramikverblendete Krone mit Geschiebe als Halterung) enthielt. Der Teil 2 des HKP nannte einen voraussichtlichen Eigenanteil der Patientin in Höhe von 6.838,52 €. Daneben erstellte der Zahnarzt einen weiteren HKP, der lediglich zahnmedizinisch notwendige Arbeiten enthielt.

 

Bei der Aushändigung des HKP wies die Zahnmedizinische Fachangestellte die Patientin ausdrücklich darauf hin, dass der HKP – insbesondere der Teil 2 – von der Patientin unterschrieben werden muss.

 

Daraufhin ließ die Patientin ausschließlich den HKP, der den voraussichtlichen Eigenanteil in Höhe von 6.838,52 € auswies, von ihrer GKV genehmigen, unterschrieb den HKP jedoch nicht und gab den nicht von ihr unterschriebenen HKP in der Praxis ab. Die fehlende Unterschrift wurde in der Zahnarztpraxis aufgrund eines leichten Büroversehens nicht bemerkt, so dass im Vertrauen auf einen ordnungsgemäßen HKP mit der komplikationslos verlaufenden Behandlung begonnen wurde.

 

Nach Abschluss der Behandlung stellte der behandelnde Zahnarzt der Patientin den angefallenen Eigenanteil der Behandlungskosten in Höhe von 3.860,30 € in Rechnung. Eine Zahlung erfolgte auch nach mehrmaliger Mahnung nicht, so dass der Zahnarzt die Zahlungsklage erhob.

 

Entscheidung
Überraschenderweise sprach der BGH – entgegen der vorherigen Entscheidung
des Berufungsgerichts – dem Zahnarzt einen Zahlungsanspruch
in Höhe von 3.860,30 € zu.

 

Keine wirksame Honorarvereinbarung
Der Zahnarzt und die Patientin haben keine wirksame Honorarvereinbarung getroffen, da der HKP nicht der Form des § 2 Abs. 3 Satz 1 GOZ genügt und deshalb nichtig ist.

 

Keine anderweitigen Ansprüche des Zahnarztes
Auch anderweitige rechtliche Ansprüche auf Ersatz der Behandlungskosten stehen dem Zahnarzt in einem solchen Fall aufgrund des Schutzzwecks der Formvorschrift nicht zu.

 

Verstoß gegen Grundsatz von Treu und Glauben
Soweit war die Entscheidung des BGH absehbar. Nun folgt jedoch die überraschende und als spezialgelagerte Ausnahme zu wertende Wende, die keinesfalls auf jeden Fall zu übertragen ist:

 

Nach Ansicht des BGH verstößt das Berufen der Patientin auf die Formunwirksamkeit des HKP gegen den Rechtsgedanken von Treu und Glauben. Dabei betont das Gericht jedoch, dass der Formmangel eines Rechtsgeschäfts nur ausnahmsweise unbeachtlich ist.

 

Eine solche Ausnahme liegt nur dann vor, wenn es nach den Beziehungen der Parteien und den gesamten Umständen mit Treu und Glauben unvereinbar wäre, das Rechtsgeschäft an dem Formmangel scheitern zu lassen. Eine besonders schwere Treuepflichtverletzung kommt regelmäßig dann in Betracht, wenn eine Partei in schwerwiegender Weise gegen das Verbot des venire contra factum proprium verstoßen hat, etwa dadurch, dass sie die Erfüllung der von ihr übernommenen Verpflichtung verweigert, nachdem sie über längere Zeit die Vorteile aus der formunwirksamen Vereinbarung in Anspruch genommen hat.

 

Ein solcher Fall liegt hier vor: Die Patientin wurde umfassend und nachweisbar über die gesamte Behandlung sowie die damit zusammenhängenden Kosten aufgeklärt. In Kenntnis der von ihr selbst voraussichtlich zu tragenden Behandlungskosten hat sie sich für die kostspielige Behandlung entschieden und nur den dementsprechenden HKP von ihrer GKV genehmigen lassen. Anschließend hat sie die genehmigte Behandlung vornehmen lassen. Erstmals nach Abschluss der Behandlung, nachdem die Patientin sämtliche Vorteile aus der zahnärztlichen Versorgung in Anspruch genommen hatte, hat sie sich auf die Nichteinhaltung der Schriftform berufen.

 

Schutzzweck des Unterschrifterfordernisses erfüllt
Der mit der Formvorschrift des § 2 Abs. 3 GOZ verfolgte Zweck (Schutz des Patienten vor einer übereilten Bindung, Information des Patienten über die geplanten Leistungen und die voraussichtlich entstehenden Kosten) wurde in nachgewiesener Weise durch die zahnmedizinische und wirtschaftliche Aufklärung sowie durch die Erstellung und Aushändigung des HKP umfassend erfüllt.

 

Nur weil der Zahnarzt sowie sein Praxispersonal den Formmangel aufgrund eines geringfügigen Büroversehens (leichte Fahrlässigkeit) nicht bemerkten und auf die Formgültigkeit vertrauten, verstößt das Verhalten der Patientin gegen den Grundsatz von Treu und Glauben. Hätte die Zahnarztpraxis den Formmangel gekannt oder grob fahrlässig nicht erkannt und dennoch die Behandlung vorgenommen, wäre die Zahlungspflicht der Patientin jedoch entfallen.

 

Zusammenfassung
Bei der Zahnersatzversorgung sind die medizinische und wirtschaftliche Patientenaufklärung detailliert und verständlich zu dokumentieren sowie die gesetzlichen Form- und Inhaltsvorschriften strikt zu beachten, um den Zahlungsanspruch gegen den Patienten gerichtlich durchsetzen zu können. Nur so kann in einem Streitfall die erforderliche Aufklärung rechtssicher nachgewiesen und verhindert werden, dass Sie auf den Behandlungskosten sitzen bleiben.

 

Gleiches gilt auch für die Füllungstherapie (schriftliche/unterschriebene Mehrkostenvereinbarung nach § 28 Abs. 2 Satz 2 und 3 SGB V) und die ausschließliche Privatbehandlung bei GKV-Patienten (schriftliche/unterschriebene Vereinbarung, § 4 Abs. 5d BMV-Z bzw. § 7 Abs. 7 EKV-Z).

 

Der BGH betont ausdrücklich, dass nur in Ausnahmefällen unter Berücksichtigung des Rechtsgedankens von Treu und Glauben das Einhalten der Inhalts- und Formvorschriften entbehrlich sein kann. Eine regelmäßige Schulung des Praxispersonals sowie die Verwendung der jeweils aktuellen amtlichen Muster helfen zudem diesbezügliche Fehler und Versäumnisse zu vermeiden.

 

Rechtsanwaltskanzlei Buchmüller-Reiss, Köln
Arndt Wienand, LL.M., Rechtsanwalt, Fachanwalt für Medizinrecht

 


Nachgefragt: Das Verhältnis von Zahnarzt zu Dentallabor im Lichte des neuen Antikorruptionsgesetzes

 

Wer ist Vertragspartner, wenn ein Zahnarzt beim Dentallabor ein Implantat für den Patienten bestellt?
Vertragspartner des Labors ist nur und ausschließlich der Zahnarzt. Zwischen Zahnarzt und Labor kommt ein sog. Werkvertrag zustande. Der Patient hat nur einen Vertrag mit dem Zahnarzt.

 

Auf wen ist die Rechnung des Labors auszustellen?
Das Labor stellt die Rechnung auf seinen Vertragspartner, den Zahnarzt aus. Der Zahnarzt seinerseits macht die Kosten des Labors als Auslagen bei dem Patienten geltend.

 

Muss ein Rabatt des Labors an den Patienten weitergegeben werden?
Ja: Der Zahnarzt darf von dem Patienten nur die Auslagen geltend machen, die er auch tatsächlich bezahlt hat. Rabatte oder sonstige Rückvergütungen müssen deshalb immer an den Patienten ausgezahlt werden.

 

Ist die Vereinbarung eines Skontos weiterhin zulässig?
Nach derzeitiger Sach- und Rechtslage ist der Einbehalt eines Skontos in Höhe von 3 % noch als unproblematisch anzusehen. Rechtsprechung, Literatur und auch der Gesetzgeber zum Antikorruptionsgesetz haben ausdrücklich ausgeführt, dass der Zahnarzt auch weiterhin Skonto einbehalten darf.

 

Muss ein Bonus, der am Ende eines Jahres gezahlt wird, auch an den Patienten weitergegeben werden?
Ja! Es spielt keine Rolle, wann die Vergünstigung von Seiten des Labors gewährt wird. Auch wenn der Bonus – etwa bei Erreichen bestimmter Abnahmemengen – erst am Jahresende gezahlt wird, steht dieser Bonus nur und ausschließlich dem Patienten zu. Im Zweifelsfall müssen hier zum Jahresende Gutschriften an den Patienten erfolgen.

 

Wie ist mit sogenannten Naturalrabatten umzugehen?
Für Naturalrabatte gilt das gleiche wie für die anderen Vergünstigungen. Sie sind immer und in allen Fällen an den Patienten weiterzugeben. Die Weitergabe erfolgt selbstverständlich nicht in Form von Naturalien, sondern in Form des Gegenwertes.

 

Wie soll man bei Naturalrabatten den Gegenwert berechnen?
Wenn beispielsweise zehn Implantate jeweils 600,00 € gekostet hätten und der Zahnarzt bekommt anstatt zehn, zwölf Implantate, beträgt der Preis pro Implantat nicht 600,00 €, sondern nur 500,00 €. Den zwölf Patienten dürfen deshalb auch nur jeweils 500,00 € pro Implantat in Rechnung gestellt werden.

 

Dr. Stefan Hiebl, Fachanwalt für Strafrecht u. a. mit dem Schwerpunkt
Korruptionsstrafrecht in der Kanzlei Eimer Heuschmid Mehle, Bonn.

 


PKW – Die reale Nettobelastung

Kurzübersicht
Uns als Berater wird regelmäßig die Frage gestellt, wie die Kosten für die Nutzung und Anschaffung eines Fahrzeuges steuerlich geltend gemacht werden können. Die Antwort auf diese Frage ist einfach:

 

Kosten für die Nutzung eines Fahrzeugs können auf verschiedene Arten im Rahmen der Erstellung der Buchhaltung und der Gewinnermittlung angesetzt werden. Den meisten Lesern dürften die Möglichkeiten des Fahrtenbuchs, der Reisekostentabelle und der sogenannten 1%-Regelung bekannt sein. Die eigentliche steuerliche Auswirkung bzw. der rechnerische Unterschied zwischen den Regelungen jedoch nicht. Genau hierauf zielen wir bei den Gesprächen mit unseren Mandanten ab. Die Frage die sie uns eigentlich stellen ist:

 

Was kostet mich das Fahrzeug nach Steuern?
Um dies zu ermitteln, stellen wir keine komplexen mathematischen Hochrechnungen an. Es ist jedoch unser Ziel unseren Mandanten bei Anschaffungen jeglicher Art – unabhängig vom Beispiel PKW – neben den steuerlichen Auswirkungen vor allem auch die wirtschaftlichen aufzuzeigen. Um die reale Nettobelastung des Fahrzeugs zu ermitteln, interessiert uns vor der eigentlichen Entscheidung, ob und wie Fahrzeugkosten angesetzt werden, zunächst, welches Fahrzeug unser Mandant erwerben möchte. Ein „Vernunftfahrzeug“ oder ein „Spaßfahrzeug“. Hieraus leitet sich bereits die eigentliche Nutzung des PKWs und damit der mögliche steuerliche Ansatz und hieraus wiederum die reale Nettobelastung ab.

 

Ein Fallbeispiel:
Herr Müller kommt zu einem unserer Quartalsbesprechungen in unser Karlsruher Büro und bringt, wie zuvor telefonisch besprochen, ein Angebot für ein neues Fahrzeug mit. Unser Mandant hat sich ein Fahrzeug mit einem Neubruttolistenpreis von 60.000 € herausgesucht. Herr Müller ist in den vergangenen Jahren durchschnittlich 20.000 Kilometer pro Jahr gefahren. Auf Grund dessen dass seine Frau ebenfalls noch ein Fahrzeug besitzt, kann das neue Fahrzeug zu mehr als 50% oder zu weniger als 50% betrieblich genutzt werden. Herr Müller wohnt ca. 20 Kilometer von seiner Praxis entfernt und er arbeitet an 200 Tagen. Das Fahrzeug wird pro Jahr durch die Leasingraten, den Spritverbrauch, die Versicherung, die Steuer und die sonstigen weiteren Kosten ca. 14.000 € an Kosten verursachen.

 

Aus diesen knappen Angaben können wir bereits eine Kalkulation für den möglichen steuerlichen Ansatz und die monatliche Nettobelastung für das Fahrzeug von Herrn Müller ermitteln. An dieser Stelle ein Hinweis: Wenn Sie die Kosten Ihres Fahrzeugs ungefähr ermitteln, können Sie die folgenden Kalkulationen anhand Ihrer eigenen Werte mit durchgehen.

 

1. Nutzung des Fahrzeugs
Herr Müller fährt mit seinem Fahrzeug pro Tag 40 Kilometer zwischen der Wohnung und der Praxis. Dies macht er jedes Jahr an 200 Tagen. Somit ergibt sich ein Wert von 40 km x 200 AT, also in Summe 8.000 Kilometer für die Fahrten zwischen seiner Wohnung und Arbeitsstätte. Da Herr Müller sein Fahrzeug 20.000 Kilometer pro Jahr nutzt, kommt er, wenn er für weitere 2.000 Kilometer betriebliche Fahrten zu Fortbildungen, Kollegengesprächen, zum Depot etc. macht, auf eine betriebliche Nutzung von 50%. Dies ist eine steuerlich relevante Größe für die anzuwendende Methode zur Berücksichtigung der Fahrzeugkosten.

 

2. Steuerliche Ansatzmöglichkeit
Maximale Steuerentlastung – maximale private Belastung
Bevor wir die drei Möglichkeiten des steuerlichen Ansatzes aufzeigen, berechnen wir die beiden Extreme. Das Fahrzeug könnte eine maximale Steuerentlastung erreichen, wenn eine 100% betriebliche Nutzung des Fahrzeugs nachgewiesen werden kann. In diesem Falle sind die Gesamtkosten in vollem Umfang als Betriebsaufwand abzugsfähig. Die Steuerentlastung liegt bei Kosten von 14.000 € und einem angenommenen Steuersatz von 47,5% bei 6.650 €.

 

Gegenläufig könnte Herr Müller das Fahrzeug auch zu 100% privat nutzen. Damit kommt es zu keinem Betriebsausgabenabzug und die Kosten in Höhe von 14.000 € sind in vollem Umfang privat zu tragen. Mit diesen beiden Werten liegen die Extreme vor.
Bei 100% privater Nutzung entsteht ein Kostenanteil von 14.000 €.
Bei 100% betrieblicher Nutzung entsteht ein Kostenanteil von 7.350 € (14.000 € ./. 6.650 € Steuerersparnis)

 

2.1 Die 1%-Regelung
Die 1%-Regelung ist nur bei Fahrzeugen möglich, die nachweislich zu mehr als 50% betrieblich genutzt werden. Sofern Herr Müller diesen Nachweis auf Grund von Aufzeichnungen für einen repräsentativen Zeitraum über drei Monate bringen kann, kann die Vereinfachung über die 1%-Regelung herangezogen werden.Dies bedeutet, dass Herr Müller die gesamten Kosten des Fahrzeugs steuerlich geltend machen kann. Im Gegenzug muss er den privaten Nutzungsanteil für das Fahrzeug wiederum versteuern.

 

Steuerlich ergeben sich dann folgende Auswirkungen:
Innerhalb der Gewinnermittlung werden die Kosten in Höhe von 14.000 € gewinnmindernd berücksichtigt. Allerdings wird 1% des Neubruttolistenpreises pro Monat zuzüglich des Anteils für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte gewinnerhöhend erfasst. Damit ergibt sich in Summe eine Gewinnreduktion aus der 1%-Regelung in Höhe von 14.000 € ./. 9.000 € = 5.000 €

 

2.2 Fahrtenbuch
Unabhängig des betrieblichen oder privaten Nutzungsanteils kann ein Fahrtenbuch immer von Seiten des Steuerpflichtigen geführt werden. Wir empfehlen unseren Mandanten grundsätzlich, wenn es um das Führen eines Fahrtenbuches geht, dass ein elektronisches zum Einsatz kommen sollte. Dabei handelt es sich nicht um eine Excel-Tabelle, sondern um ein entsprechendes Programm, welches die Voraussetzungen für elektronische Fahrtenbücher erfüllt.

 

Bei den meisten Mandanten ergibt sich bei der Nutzung der Fahrzeuge das folgende Bild:

 

10-20% betrieblicher Anteil
30-50% Anteil Wohnung-Arbeitsstätte
40-70% privater Anteil

 

In unserem Berechnungsbeispiel für Herrn Müller ergibt sich ein 10% betrieblicher Anteil und ein 50% privater Anteil. Die restliche Kilometer nutzt er das Fahrzeug für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte.

 

Damit kommt es zu einem steuerlichen Ansatz von

 

10% aus 14.000 € = 1.400 €
20 km x 30 Cent pro km einfache Entfernung zwischen Wohnung und
Arbeitsstätte x Anzahl der Tage = 1.200 €
In Summe sinkt der Gewinn um 2.600 €.

 

2.3 Reisekostentabelle
Eine Reisekostentabelle kann grundsätzlich erstellt werden, wenn das Fahrzeug mehr als 50% privat genutzt wird. Es können dann alle betrieblich gefahrenen Kilometer mit den realen Kosten steuerlich angesetzt werden. In den meisten Fällen wird auf die mögliche steuerlich Vereinfachung zurückgegriffen. Somit kommt es zu einem Kostenansatz von:

 

2.000 km á 30 Cent = 600 €
Anteil Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte = 1.200 €
In Summe sinkt der Gewinn um 1.800 €

 

2.4 Allgemeine Hinweise
Wie man schnell erkennt, wenn man die drei Berechnungen vergleicht, ist der steuerliche Abzug bei der 1%-Regelung am höchsten, wodurch wiederum die größte Steuerreduktion entsteht. Wenn das Fahrzeug nicht geleast, sondern gekauft wurde, ist bei der 1%-Regelung zu beachten, dass bei Veräußerung ein steuerpflichtiger Veräußerungsgewinn entstehen und so der steuerlichen Vorteil reduziert werden kann.

Wirtschaftliche Betrachtung
Herr Müller befindet sich im Spitzensteuersatzbereich und hat damit eine Steuerbelastung von 47,5%. Hieraus ergibt sich nun die folgende Übersicht:

 

PKW

 

Aus der kurzen Übersicht ist zu erkennen, dass das Fahrzeug Herrn Müller pro Monat netto zwischen 969 € bis 1064 € kostet. An diesem Beispiel ist abzulesen, dass der steuerliche Ansatz eher von untergeordneter Bedeutung für die Investitionsentscheidung von Herrn Müller sein dürfte. Viel entscheidender ist, welche Kosten das Fahrzeug grundsätzlich verursacht. Sofern Herr Müller das gleiche Fahrzeug nicht neu, sondern gebraucht erwirbt, und die Kosten pro Jahr um 4.000 € sinken, wirkt sich die 1%-Regelung steuerlich als auch wirtschaftlich schlechter aus als das Führen eines Fahrtenbuchs oder der Ansatz der Kosten über die Reisekostentabelle. Die Nettobelastung liegt dann zwischen 1.080 € bis 1.120 €.

 

Fazit
Aus dieser kurzen Kalkulation ist Folgendes zu erkennen: Die 1%-Regelung eignet sich bei Neufahrzeugen besser als bei Gebrauchtwagen, da der anzusetzende private Nutzungsanteil sich am Neubruttolistenpreis orientiert, unabhängig von den real entstandenen Kosten. Das Fahrtenbuch erzeugt sicherlich den meisten Aufwand aller steuerlichen Möglichkeiten. Bei einem hohen betrieblichen Anteil an Fahrten ist dies eine der besseren Varianten.

 

Jedoch gilt bei allen Ansatzmöglichkeiten grundsätzlich, dass die Anschaffung eines Fahrzeugs eine Nettobelastung mit sich bringt, die man vor der eigentlichen Kaufentscheidung und unabhängig der steuerlichen
Abzugsmöglichkeit berechnen und abwägen sollte.

 

Sie müssen sich überlegen, ob Sie sich ein Fahrzeug leisten wollen und können, welches eine Nettobelastung von 500 € – 1.000 € oder 1.500 € pro Monat verursacht. Vor den steuerlichen Abzugsmöglichkeiten muss immer die private und die wirtschaftliche Entscheidung stehen. Welche Art von Fahrzeug wird für die private Situation benötigt? Möchte ich ein „Spaßfahrzeug“ oder eine „Vernunftentscheidung“?

 

Uns geht es in den Gesprächen mit unserem Mandanten nicht darum, die Entscheidung immer nach wirtschaftlich günstigen Kriterien zu treffen. Vielmehr ist es uns wichtig, dass unsere Mandanten die Entscheidung über Investitionen im Bereich von tausenden von Euro bewusst treffen, die Folgen daraus berechnen und damit auch für sich selbst besser bewerten können.

 

Mike Gottstein, Steuerberater
Fachberater für Gesundheitswesen (IBG GmbH/HS Bremerhaven)

 


Kathrin Reischmann:
Unser Mädel mit der Glücksmütze

 

Da sitzt sie mir nun gegenüber – schlank und rank, attraktiv, mit wachen Augen und einfach nur super nett.

 

Seit 2016 unterstützen wir diese junge Sportlerin, die mit einer außergewöhnlichen Disziplin Furore macht: Telemark-Skifahren. Dieser vergessen geglaubte Abfahrtsstil erfährt in neuester Zeit ein Comeback: Es werden immer mehr Fahrer/Innen und Interessierte. Mittlerweile gibt es von jedem Weltcup-Rennen hochwertige Livestream-Übertragungen, sogar das ZDF und die Sportschau berichteten schon.

 

Kathrin Reischmann

 

Aber was ist das eigentlich? Telemarken? Beim Lesen der Begriffsklärung (siehe grauer Kasten rechts) erinnert man sich dumpf an Skispringen und die Landung im Ausfallschritt. Genau dieser Ausfallschritt ist es, was den eleganten Stil mit der freien Ferse ausmacht. Es gibt sogar Strafsekunden, wenn man diese ästhetische Fahrweise im Torlauf nicht einhält und stattdessen in alpiner, paralleler Skistellung fährt. „Ein Telemark-Rennen vereint alle Skidisziplinen; nämlich Abfahren (Riesenslalom), Springen und Langlaufen (Skating). Aber leider ist es noch nicht olympisch“, bedauert Kathrin. Wie kam sie überhaupt dazu? Vom Papa hätte sie es, berichtet sie. Im Ski-Club Gottmadingen (seit einigen Jahren eine Talentschmiede für Telemarker) sind beide Elternteile Skilehrer. Und die „normalen“ Skirennen haben ihr als Kind einfach nicht gefallen. Der Umstieg ging letztlich schnell: Schon nach den ersten Telemark-Abfahrten war es um sie geschehen – und heute ist sie richtig gut darin!

 

Kathrin ist 20 Jahre alt und machte im Schülerbereich mit Podestplätzen bei den Deutschen Meisterschaften auf sich aufmerksam. Nach mehreren Jahren im Nachwuchsteam wurde sie dann für die Nationalmannschaft nominiert. 2014 durfte sie das erste Mal an einem Weltcup starten. Ihre erste komplette Rennsaison hat sie 2015/2016 absolviert.

 

Sie studiert in Ulm im zweiten Semester Medizin, ist ehrgeizig – das gibt sie auch zu – und ihre Priorität ist klar: Das Studium ist Nummer eins, der Sport kommt danach. Lobenswert, wenn junge Akademiker solch klare Vorstellungen haben und diese auch geradlinig umsetzen. Wie schafft sie das? Wo ist der Ausgleich, wenn sie von 8:00 bis 16:00 Uhr oder manchmal auch bis 20:00 Uhr an der Uni ist?

 

„Am liebsten gehe ich nach so einem Tag raus zum Joggen oder Rennrad fahren.“ Dabei fühle sie sich wohl, sei ausgeglichen, entspannt und positiv.

 

Aber gibt es da denn auch ein Privatleben? Liegt diese junge Frau auch mal am Baggersee? Was macht sie eigentlich im Sommer – so ohne Schnee?

 

Aber klar, auch wenn während der Saison viele Termine einzuhalten sind, gibt es immer ein Privatleben, lacht Kathrin und zeigt mir ihren Ski-Kalender. Viel Freizeit bleibt da nicht, denn manchmal ist sie ein bis zwei Monate komplett weg von Zuhause für Trainingslager und Rennen.

 

Im Sommer ist es dann zwar nicht ruhiger, aber dafür lustiger. Die Trainingseinheiten finden zum Beispiel im Allgäu statt. Auf dem Programm stehen eben nicht nur Ausdauer- und Kraft-Einheiten, sondern auch mal Baggersee mit Beachvolleyball und Wasser-Skifahren oder Sprünge von der Oberstdorfer 60-Meter Schanze.

 

Sie hat auch einen Freund – der ist nun ebenfalls Telemarker. Und die anderen Athleten der Nationalmannschaft spielen eine wichtige Rolle: „Wir sind wie eine zweite Familie füreinander. Wenn man so lange Zeit zusammen unterwegs ist, schweißt das zusammen. Da geht es in Gesprächen nicht um Material oder Training, sondern um normale Themen, die man mit Freunden eben so bespricht“, berichtet Kathrin.

 

„Ich bin wirklich froh, dass ich die pvs-mefa Reiss habe. Es war eine lange Suche einen guten Sponsor zu finden, der zu mir passt. Und hier fühle ich mich richtig gut aufgehoben und sehr wohl.“

 

Das Geld kann sie gut gebrauchen, denn das Meiste muss sie selbst bezahlen, so auch das Material. Die „Eintrittskarte“ für eine Rennteilnahme ist das so genannte Race-Package, welches die Kosten für Startgeld, Unterkunft und Verpflegung abdeckt. An einem Wochenende kommen da schnell 300,00 E zusammen. Und dann ist man aber noch nicht mit dem Flugzeug zu den Rennblöcken in Norwegen oder gar in die USA geflogen.

 

Die Mannschaftsförderung durch den Deutschen Skiverband (DSV) ist spärlich, weil die Sportart eben nicht olympisch ist und es sich somit gemäß der DSV-Definition nicht um Leistungssport handelt. Mit dem DSVBudget kann das Team gerade so die Mietkosten für einen Kleintransporter und den Sprit decken. Die Trainer und Physiotherapeuten arbeiten alle ehrenamtlich und bezahlen ihre Reisekosten sogar aus eigener Tasche.

 

Kathrin Reischmann – zwei Mal Nationalhymne bitte!

 

Damit ist klar, dass sich die Unterbringung während der Trainings und Wettkämpfe nur auf niedrigerem Niveau abspielt. Aber das macht ihr wenig aus, denn es geht ja um den Sport, das Dabeisein, das Gewinnen. Ihr Traum ist ein Weltcup-Sieg. Das nächste fokussierte Ziel ist aber erst einmal ein Platz unter den ersten Drei.

 

Kathrin Reischmann

 

Eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung spielt natürlich der Trainer. Es ist nicht immer leicht, jede Kritik anzunehmen und umzusetzen. Trotzdem kommt sie gut mit ihm klar und er bringt sie durch seine Arbeit stetig weiter. Voller Begeisterung spricht sie auch über die Konkurrenz: Alle Athleten schätzen sich und mit der Zeit entwickelt sich mit vielen ein freundschaftliches Verhältnis. Die Trainer der anderen Nationen geben ihr manchmal sogar Technik-Ratschläge mit auf den Kurs.

 

Im Profi-Skizirkus geht es da schon anders zu, weil viel mehr auf dem Spiel steht. „Die überschaubare Telemark-Gemeinde ist wie eine große Familie“, sagt Kathrin, „alle helfen sich gegenseitig, wenn es mal klemmt“. So ist es auch nicht verwunderlich, dass einige Eltern hin und wieder als Helfer und Streckenposten einspringen. Die meiste Zeit ist sie jedoch ohne die Nähe der Eltern auf Europas Skipisten unterwegs.

 

So richtige Fans von Kathrin – gibt es die? In Norwegen ja, da kommen sogar komplette Schulklassen zu den Rennen, die Autogramme wollen. Hier ist es eher nicht der Fall. Dabei ahnt Kathrin noch gar nicht, dass alle, die wir hier zuhören, mittlerweile Fans von ihr geworden sind. Sie ist wirklich jede Unterstützung Wert, dieses Mädel mit der Glücksmütze. Seit wir nämlich als Kopfsponsor unser Logo auf ihrem Rennhelm und ihrer Mütze haben, hat sie zwei Gold-Medaillen, eine Bronze-Medaille und somit die Trophäe für die beste Teilnehmerin bei der Junioren-WM in Norwegen gewonnen.

 

Wir hoffen sehr auf weitere Erfolge und werden sie auch zukünftig auf ihrem Weg begleiten. Wer weiß, vielleicht bleibt sie uns ja sogar über ihren Skisport hinaus erhalten, denn sie studiert schließlich Medizin. Zum Schluss sagt sie:

 

„Falls ich später mal eine Praxis haben sollte, weiß ich, bei wem ich mein Factoring machen lasse. Natürlich bei der pvs-mefa Reiss!“

 

Kathrins Siege und Ehrungen:
(Siege nur für diese Saison)

 

Meisterschaften
Allgäuer Meisterschaften: 1. Platz
Deutsche Meisterschaften: 2. Platz

 

Junioren-WM
Classic: 1. Platz
Parallel Sprint: 1. Platz
Team Parallel Sprint: 3. Platz
Sprint: 4. Platz

 

Weltcup
Classic: 7. Platz
Parallel Sprint: 5. Platz
Sprint: 6. Platz
Gesamtweltcup: 8. Platz

 

Ehrungen:
Empfang der Weltmeister des Skiverband Schwarzwald in Breitnau (2016: Ehrung des Skiverband Schwarzwald, Ehrung der Gemeinde Steißlingen, 2015: Ehrung des Skiverband Schwarzwald)

 


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Fotos: PVS Reiss GmbH, U. Sommer, N. Ernst, M. Lay, A. Thüne, K. Reischmann, Fotolia: Trueffelpix, Shutterstock: Edwardolive, comussu, Pixabay: Stux.

 

Autoren, sofern nicht ausführlich benannt: db Daniel Bolte, df Dieter Faller, kf Kim-Victoria Friese, dh Doreen Hempel, sm Sabine Müller, ap Alexandra Pedersen, ssch Saskia Schaller, svon Sabine von Goedecke, aw Arndt Wienand, gw Gerda-Marie Wittschier.

 

Konzept und Gestaltung: www.creapart.de

 

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